La haine

Mathieu Kassovitz (Frankreich 1995)

The Story of Film: An Odyssey
Der nordirische Dokumentarfilmer und Autor Mark Cousins beschäftigt sich seit dreissig Jahren mit den unterschiedlichsten Aspekten des Kinos. In The Story of Film: An Odyssey (2011) erzählt er in 17 einstündigen Episoden die Filmgeschichte nach, den Kern bilden dabei kommentierte Filmausschnitte und Interviews mit verschiedenen Filmgrössen und Schauspielern.

English text below

Das Leben von Vinz, Hubert und Saïd, drei arbeitslosen Jugendlichen aus den Pariser Banlieues, ist von Gewalt, Drogen und Polizei-Schikanen geprägt. Nach einer Krawallnacht herrscht der Ausnahmezustand. Abdel, ein Junge aus dem Viertel, wird während einer Polizeikontrolle brutal zusammengeschlagen und liegt im Koma. Vinz findet die Dienstwaffe eines Polizisten – und schon bald überstürzen sich die Ereignisse.
Ein grimmiges und packendes Sozialdrama über das Leben: La haine ist ein Meilenstein des französischen Kinos der 90er-Jahre.
«Französische Regisseure wie Claire Denis, Matthieu Kassovitz, Gaspar Noé, Bruno Dumont und zudem die Brüder Dardenne wandten sich der Arbeiterklasse und den Entrechteten zu, um eine wuchtige, innovative Reaktion auf das Hochglanzkino der 80er-Jahre zu schaffen. La haine von Schauspieler Kassovitz (...) – Ausgangspunkt des Films war die Erschiessung des 17-jährigen Zairers Makomé M’Bowolé in Polizeigewahrsam im Jahr 1993 – nahm eine Vorreiterrolle ein. Kassovitz erzählt die Geschichte eines Tages im Leben dreier Jugendlicher; einer ist Jude, einer Beur (islamisch) und einer Schwarzafrikaner. Sie kommen aus den heruntergekommenen Pariser Vorortssiedlungen, begehen Bagatelldelikte, und einer ihrer Freunde wurde kürzlich von der rassistischen Polizei angegriffen. Kassovitz wurde damals mit Quentin Tarantino verglichen, aber sein Film war viel stärker in der gesellschaftlichen Wirklichkeit verankert.» (Mark Cousins: The Story of Film, Pavilion 2020)

"French-language directors such as Claire Denis, Matthieu Kassovitz, Gaspar Noé, Bruno Dumont, and the Dardenne brothers, turned to working-class and disenfranchised characters to produce a powerfully innovative reaction against glossy 1980s cinema. Released in 1995, at the time of the election of a new right-wing government in France and two years after France negotiated a 'cultural exception' to the free flow of commerce because 'creations of the mind cannot be assimilated to simple products', actor Kassovitz's La haine was a forerunner in this, taking as its starting point to real-life shooting whilst in police custody in 1993 of the seventeen-year-old Zairean Makome M Bowole. (…) Kassovitz told the story of a day in the life of three youths, one Jewish, one Beur (Islamic) and one black African. They come from Paris’s impoverished peripheral housing estates, commit petty crimes, and one of their friends has recently been assaulted by the racist police. At the time, Kassovitz was compared to Quentin Tarantino, but his film was much more rooted in social realities." (Mark Cousins: The Story of Film, Pavilion 2020)

96 Min. / sw / 35 mm / F/d

zur Website der Veranstalter:in

Daten

Sonntag, 30. Januar 2022

Weitere Daten

Dienstag, 01. Februar 2022

Mittwoch, 09. Februar 2022

Künstler:innen / Personen

Regie: Mathieu Kassovitz
Drehbuch: Mathieu Kassovitz
Kamera: Pierre Aïm, Georges Diane
Musik: Assassin
Schnitt: Mathieu Kassovitz, Scott Stevenson
Besetzung: Héloïse Rauth (Sarah), Rywka Wajsbrot (Vinz' Grossmutter), Vincent Cassel (Vinz), Hubert Koundé (Hubert), Saïd Taghmaoui (Saïd), Karim Belkhadra (Samir), François Levantal (Astérix), Marc Duret (Insp. «Notre Dame»), Édouard Montoute (Darty), Abdel Ahmed Ghili (Abdel)

Veranstalter:in

Filmpodium

Das Filmpodium zeigt an die 350 verschiedene Filme jährlich. Thematische Reihen und Retrospektiven von Klassikern der Filmgeschichte sind ebenso zu sehen wie Premieren unabhängiger Autorenfilme aus aller Welt und Sonderveranstaltungen mit...

Details

Ort

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+41 (0)44 415 33 66
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