Jain sein

Kunst und Leben einer indischen Religion

Nach fast 50 Jahren kehrt der Jainismus zurück ins Museum Rietberg mit einer Ausstellung, die den Perspektivwechsel wagt. Sie zeigt aufwändig illustrierte Manuskripte und eindrucksvolle Skulpturen aus der Sammlung des Museums und aus Indien, in denen über Jahrhunderte die Vorstellungen und Ideale dieser Religion sichtbar wurden. Der Blick richtet sich aber auch auf die zeitgenössische Praxis dieser kleinen, aber wirtschaftlich einflussreichen Religionsgruppe, die weltweit präsent und doch ausserhalb Indiens kaum bekannt ist. Und die Ausstellung erkundet, welchen Beitrag diese lebendige Tradition mit ihrer langen, vielfältigen Geschichte zum Umgang mit den grundlegenden Herausforderungen der Menschheit – Klimawandel, überbordender Konsum, ethnische und religiöse Intoleranz, soziale Ungleichheit – leisten kann.

In einer Kombination von Meisterwerken jainistischer Kunst, Filmen und der Veranstaltungsreihe «Was hat das mit mir zu tun?» präsentiert die Ausstellung Einblicke in die Lebensführung, die der Jainismus fördert. Die Veranstaltungsreihe (Termine in der Übersicht) bietet Ausstellungsgespräche mit Gästen, gemeinsames Spielen von «Und Du? Das Spiel der Fragen», öffentliche Führungen und Tandem Tours mit Jain*s und Kurator*innen. Die Besuchenden sind eingeladen, sich einzulassen auf neue Ideen, Überlegungen und Debatten darüber, wie ein gutes, gesundes, glückliches und nachhaltiges Leben aussehen kann.

Ergänzend zur Ausstellung «Jain sein» setzt «Jina sein – Das Kalpasutra» in der Park-Villa Rieter einen besonders heiligen Text der Jains in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wirft unter anderem einen Blick auf die Geschichte des legendären Religionsgründers Mahavira.


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Daten

Bis zum 30. April 2023

Ticketinformationen

Preisreduktionen für bestimmte Gruppen möglich.

Veranstalter:in

Museum Rietberg Zürich

Das Museum Rietberg in Zürich ist das einzige Museum für aussereuropäische Kunst in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Darüber hinaus finden die aufwändig ...

Details

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Öffnungszeiten:

Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag: 10:00 - 17:00
Mittwoch: 10:00 - 20:00

montags geschlossen

Zugänglichkeit:

Mobilitätsbehinderung: Der 300 Meter lange Weg von der Haltestelle "Museum Rietberg" zum Museum steigt auf einer Länge von 100 Metern stark an. Vor dem Gebäude steht ein Behindertenparkplatz zur Verfügung. Die beiden Lifte im Gebäude erschliessen alle Stockwerke. Die Rollstuhl-Toilette befindet sich im ersten Untergeschoss. Hinweis zum Zugang in die Park-Villa Rieter: Hier muss der Lift bestellt werden. An der Aussenseite des Gebäudes befindet sich eine Klingel. Der Lift ist nicht für alle Rollstühle geeignet (Masse: Türbreite 67 cm, Länge 128 cm, Kabinenbreite 75 cm).

Sehbehinderung: Auf dem 300 Meter langen und auf einer Länge von 100 Meter steil ansteigenden Weg von der Haltestelle Rietberg zum Museum Rietberg muss keine Strasse überquert werden. Hindernisse im Museum sind in der Regel gut erkennbar. Die Ausleuchtung der Räumlichkeiten ist gut und die Kontraste sind stark. Das Museum bietet Audioguides an. Zum Museum gehören der Rieter-Park mit mehreren historischen Gebäuden, die Villa Wesendonck und die Park-Villa.

Hörbehinderung: Die Beleuchtung im allgemeinen Bereich des sogenannten Smaragd-Gebäudes im Museum Rietberg ist in der Regel hell. Die Kasse ist frei von Glasscheiben.

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Weitere Ausstellungen

Nô-Maske des Typs Shakumi mit Kissen und Aufbewahrungstasche aus Brokat, Japan, Edo-Zeit, 17.-18. Jh. (Maske), spätes 19. Jh. (Tasche und Kissen), Hinoki, Holz japanischer Zypresse, Inv.-Nr. RJP 4017, Geschenk Balthasar Reinhart, Museum Rietberg. – 17./18. Jh. bis um 1907 oder später, Fürstenfamilie Maeda; zwischen 1907 oder später bis 1928, Ernst Grosse, Freiburg i.Br.; 1928 bis 1955, Georg Reinhart, Winterthur; 1955-1989, Balthasar Reinhart, Winterthur

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