Zürcher Tagebuch

Freiluft-Kino – zum 39. Mal: Stadtgeschichten

Jeweils donnerstags (und einmal am Freitag) vom 7. Juli bis 25. August 2022

Filmbeginn im August: 21.00
Eintritt frei – Kollekte

Bei schlechtem Wetter im Trockenen

Zürcher Tagebuch

Stefan Haupt, CH – 2020, Schweizerdeutsch/d., 101 Min., Digital

Was liegt in der Luft? – Das Zürcher Tagebuch ist ein filmischer Essay, der zu reflektieren und zu verorten versucht, was im Moment an schwer fassbaren gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen vor sich geht. Der gebürtige Zürcher Regisseur Stefan Haupt geht dabei assoziativ vor, mäandrierend, fragend, und bezieht persönliche Texte, Bilder und Beobachtungen der letzten Jahre mit ein.

All dies mit Einbezug seiner eigenen Familie, in seiner Heimatstadt, wo wie vielerorts ein Wandel des Zeitgeistes zu beobachten ist, wo 169 Nationalitäten zu Hause sind und wo angesichts so brennender Themen wie Flüchtlingsdrama, Finanzkrise, Klimaerwärmung – und dem Auftauchen eines neuen Virus – ein mulmiges Gefühl aufsteigt in einer Zeit der totalen Überforderung durch mediale Überflutung und Realtime-Informationen.


Doch mittendrin genauso: ein Aufbruch, ein Erwachen, das viele Kreise erfasst. Ansätze von Visionen, neue Formen des Zusammenlebens. Momente des plötzlichen Vertrauens in unsere Institutionen, unsere Strukturen, in uns selbst – all dies in einer Stadt, die beste Voraussetzungen hat, sich vorwärts zu bewegen und neue Wege zu erkunden.

[https://www.zuerchertagebuch-film.ch/film.html]

Vor dem Film findet ein Gespräch mit Stefan Haupt, Regisseur des Films, statt.

Vorfilm:

Limmatplatz, Objekt 321729

Anna Zeller, CH – 2020, ohne Dialog, 4 Min., Digital

Wir beobachten einen Snack-Automaten und sein Publikum in Zürich.

 

Editorial
Die Stadt als Ort, an dem Geschichten und Schicksale anonym aneinander vorbeihuschen, sich freundschaftlich begegnen oder aufeinanderprallen, wurde in den letzten beiden Jahren auf die Probe gestellt. Die Corona Pandemie fegte die Strassen von Zürich und von vielen anderen Städten dieser Welt leer und trug die Frage, was denn eine Stadt, dieser Ort verdichteten Lebens, eigentlich ist und ausmacht, auf ganz neue Weise an uns heran. Was ist also eine ‘Stadt’? Ist sie lediglich ein Ort des Konsums und so eine vorgegebene und zielgerichtete Struktur kapitalistischer Produktivität? Oder ist die Stadt ganz im Gegenteil in erster Linie ein kreativ geteilter (Kultur-)Raum pluraler Geschichte(n) und kollektiver Zukunftsträume?

In unserer sommerlichen Filmreihe ‘Film am See’ wollen wir uns dieses Jahr dieser Frage annehmen und begeben uns dafür auf eine Reise durch die Städte dieser Welt.

Unsere filmische Städtetour beginnt mit Kajillionaire fernab der Hollywood Hills in Los Angeles. Dann geht es von den Aussenvierteln Beiruts weiter zu den ab- und ausgrenzenden Sperrgittern eines Fussballstadions in Teheran und anschliessend zu einem (un-)möglichen Alltag in den sicht- und unsichtbaren Kriegstrümmern von Sarajevo. Anstatt sorglos durch die touristischen Zentren zu schlendern, richten wir unseren Blick in diesem Jahr speziell auf Orte und Geschichten, die – fernab von schillernden Flaniermeilen – meist unsichtbar bleiben. Unserer Reise führt uns aber mehrmals auch wieder zurück vor die eigene Haustür: Auf dem Bau und Zürcher Tagebuch erlauben uns sowohl einen historischen als auch einen aktuellen Blick auf unsere heimische Limmatstadt. Zum Schluss reisen wir nach einem Besuch in Spike Lees (und eben nicht in Woody Allens!) New York – wortwörtlich back to the future – zurück ins futuristisch animierte Tokyo von 2019.

Ganz egal, welche Antworten uns diese Filmreise bringen wird - das ‘Film am See’ soll – ganz im Sinne des Stadtverständnis als kunterbunter Kulturraum – ein geteilter und gemeinsam erschaffener Begegnungsraum sein. Wir freuen uns auf anregende Kinoabende mit Euch am See – nach zwei Jahren endlich wieder ohne Sicherheitsabstand und regulierter Platzzahl.

Eure ag-film

Danksagung

Für das Zustandekommen des diesjährigen Programmes bedanken wir uns bei:

Trigon-Film, Filmcoopi, Universal Pictures Switzerland, Xenix Filmdistribution, PS Film, Minerva Film, Cinémathèque Suisse, Kurzfilmagentur Hamburg, stadtlabor.ch, FiftyFiftyFilm, Anna Zeller, Andrea Schneider, Pat Pascale, Shahin Rabani, Bildwurf, Désirée Braunschweiler (Grafik), Elian (Lektorat), Reto, Beatrice, Inka Druck AG und Internationale Kurzfilmtage Winterthur.


Weiterer Dank gebührt allen guten Seelen, die sowohl im Vorfeld als auch während des ‚Film am See‘ hinter den Kulissen mit ihrer Mithilfe jeweils für einen reibungslosen Ablauf und wunderbare Filmabende sorgen.

 

Köstliche Gaumenfreuden vor der Vorstellung und erfrischenden Trank in der Pause gibt es, wie immer, gleich nebenan im ZIEGEL OH LAC.

www.rotefabrik.ch

www.agfilm.wordpress.com

www.facebook.com/filmamsee

Eine Veranstaltung der ag-film

 

www.instagram.com/filmamsee

www.ziegelohlac.ch

 


zur Website der Veranstalter:in

Daten

Donnerstag, 18. August 2022

Veranstalter:in

Rote Fabrik

Rote Fabrik lebt - gedeiht - und nimmt kein Ende! Hervorgegangen aus den politischen Reaktionen auf den Zürcher „Opernhauskrawall“ im Frühjahr 1980 ist das Kulturzentrum Rote Fabrik in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der wichtigsten...

Details

Ort

+41 (0)44 485 58 58
info@rotefabrik.ch
Seestrasse 395
8038 Zürich

Dein Weg

Öffnungszeiten:

Beschreibung:

Rote Fabrik lebt - gedeiht - und nimmt kein Ende!

Hervorgegangen aus den politischen Reaktionen auf den Zürcher „Opernhauskrawall“ im Frühjahr 1980 ist das Kulturzentrum Rote Fabrik in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der wichtigsten spartenübergreifenden Kulturinstitution in der Schweiz herangewachsen. Was nach Aussen als Einheit erscheint, ist in Wahrheit ein buntes Gemisch von eigenständigen Vereinen und Gruppen.

Der Verein Interessengemeinschaft Rote Fabrik (IGRF) ist dabei die Grösste Gruppierung auf dem Fabrikareal und trägt wesentlich zum Kulturprogramm auf dem Gelände bei.

Zweck des Vereins IGRF ist dabei die Vermittlung und Förderung von zeitgenössischer und kritischer Kunst und Kultur und die Erhaltung des Areals der Roten Fabrik als alternatives Kulturzentrum. So bietet die IG Rote Fabrik einerseites eine wertvolle Alternative für den Kulturgenuss fernab von Mainstream und kulturellem Einheitsbrei, andererseits Plattformen für kulturelles Schaffen in diversen Sparten und Raum für aktuelle Diskussionen und gesellschaftskritische Diskurse.

Siebzehn vom Verein festangestellte Betriebsgruppenmitglieder sind kollektiv für die Gewährleistung des Betriebs verantwortlich, je zwei davon in den Programmbüros Musik, Theater und Konzept.

Durch die autonome Programmgestaltung jener Bereiche entsteht so ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm zu günstigen Preisen und an schönster Lage direkt am See.

Musik
Jährlich finden in der Roten Fabrik rund 100 Konzerte, Partys und Festivals statt. Die Rosinen aus dem riesigen Musikkuchen oder alles, was hochstehend aber nicht abgehoben ist, von Liebhabern für Liebhaber. Mit diversen Formaten und Gefässen: A Thousand Leaves / Enter the Dancehall / JackSoul Soul / Sugarshit Sharp / Woo-Hah! / Fabrikjazz / Zischitgsmusik werden die unterschiedlichen Musikgenres, Stile und Richtungen abgedeckt. Die aktuellen Schwerpunkte sind: HipHop, Reggae/Dancehall, Soul, R’n’B, Worldbeat, Rock, Lo-Fi, Folk, Pop, Jazz und improvisierte Musik.

Theater / Tanz
Das vom Theaterbüro mit einem Saisonprogramm bespielte Fabriktheater ist einer der wichtigsten Produktions- und Spielorte der freien Theater- und Tanzszene in der Deutschschweiz. Das von Künstlerinnen und Künstlern mit viel Herzblut betriebene Theater ist ein Labor für Newcomer und gestandene Bühnenschaffende. Quer über alle Genregrenzen hinaus wird hier die Förderung kompromissloser Performing Arts kultiviert. Neben Koproduktionen und Gastspielen veranstaltet das Fabriktheater auch eigene Festivals, betreibt Nachwuchs- und Förderplattformen und ist kulturpolitisch stark für die freie Szene engagiert.

Bühne
Neben dem Saisonprogramm des Fabriktheater gibt es noch zahlreiche andere Bühnenveranstaltungen. Einerseits sind das Theater- und Performanceproduktionen, welche in thematische Reihen eingebettet sind, andererseits die Veranstaltungen von "Fabrik am WÖRTER-SEE", der wortlastigen Reihe für poetische, satirische und literarische Shows, Lesungen, Präsentationen und Poetry-Slams, die sich seit geraumer Zeit einer wachsenden Beliebtheit erfreuen.

Kino
In der Roten Fabrik gibt es jeden Sommer in den Monaten Juli und August das älteste Open-Air-Kino Zürichs zu geniessen. Ausserdem werden über das Jahr verteilt diverse thematische Filmreihen und Festival präsentiert, deren Programme sich durch inhaltliche und analytische Qualität auzeichnen und im Anschluss prinzipiell Platz für Publikumsdiskussionen bieten.

Diskurs
Ein wichtiger Programmbestandteil sind Vorträge, Gespräche und Podiumsdiskussionen zu relevanten und aktuellen kultur- und gesellschaftspolitischen Themen. Die diversen Projekte dazu, entstehen in enger Zusammenarbeit mit regionalen wie auch internationalen Gruppen, Vereinen und Organisationen aber auch künstlerisch, politisch und wissenschaftlich tätigen Einzelpersonen. Meist werden die Präsentationen in thematischen Reihen serviert, die von performativen, audiovisuellen oder musikalischen Programmen umrahmt werden.

Medienkunst
Eine wachsende Zahl von Veranstaltungen beschäftig sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst, Technik, Musik und Informationspolitik.

Zugänglichkeit:

Sämtliche Veranstaltungsräume in der Roten Fabrik sind rollstuhlgängig.

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