Le procès Goldman

Premiere | Cédric Kahn, F 2023

Der wahre Gerichtsfall des militanten Linksradikalen Goldman, der in den Siebzigern die französische Gesellschaft spaltete.

Im Herbst 1975 steht Pierre Goldman (Arieh Worthalter), ein linksradikaler Aktivist, vor Gericht. In erster Instanz war er wegen mehrerer bewaffneter Raubüberfälle, im Zuge derer zwei Apothekerinnen getötet wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Als er seine Unschuld in diesem letzten Fall beteuert, steigt er zur Identifikationsfigur der Linken auf, die sich im Saal lautstark bemerkbar macht. Der junge Anwalt Georges Kiejman (Arthur Harari) übernimmt seine Verteidigung. Doch schon bald ist ihr Verhältnis angespannt. Denn Goldman liebt die Provokation und nimmt dafür ein Todesurteil in Kauf.

«Ich bin unschuldig, weil ich unschuldig bin», schreit Goldman laut und stolz. Für seine Interpretation dieses eher unsympathischen, aber faszinierenden Aktivisten, der nicht gekommen ist, um zu gefallen, hat der Schauspieler Arieh Worthalter einen César gewonnen. Der Film besticht durch seinen übernaturalistisch und doch sehr kontrolliert gehaltenen Stil, der den Gerichtssaal als die Bühne für Grossaufnahmen von Gesichtern und Körpersprache nimmt. Damit wird die Befindlichkeit der französischen Gesellschaft dieser Zeit erfasst, einer Gesellschaft im Kalten Krieg, die sich Antisemitismus und Rassismus vorwerfen lassen muss. Goldmans Prozess vermochte damals die Kluft zwischen der konservativen Rechten und den linken Intellektuellen zu vertiefen. Dabei wehrt sich der Film gegen einfache Antworten.


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Daten

Donnerstag, 16. Mai 2024

Künstler:innen / Personen

Cédric Kahn, F 2023; 115' F/d (DCP, Farbe)
Mit Arieh Worthalter, Arthur Harari, Nicolas Briançon, Stéphan Guérin-Tillié, Aurélien Chaussade, Jeremy Lewin, Chloé Lecerf

Veranstalter:in

Kino Xenix

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Ort

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8004 Zürich
+41 (0)44 242 04 11
kasse@xenix.ch

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