Writing with Fire

Meera filmt die Aussage eines Vergewaltigungsopfers mit ihrem iPhone, bevor sie die Polizei wegen deren Tatenlosigkeit damit konfrontiert. Journalismus ist für Meera der Schlüssel zur Gerechtigkeit. Deshalb gründete sie die einzige Zeitung in ganz Indien, die nur von Dalit-Frauen – den sogenannten «Unberührbaren» der untersten Kaste – herausgegeben wird. Ein hoffnungsvolles Plädoyer für Mut und eigenständiges Denken.

In Uttar Pradesh, einem der konservativsten Bundesstaaten Indiens, wird eine Lokalzeitung von Frauen aus der untersten Kaste, den Dalits, geleitet. Das ist in einem Land, in dem Journalisten zur Elite gehören, ziemlich ungewöhnlich. Täglich berichten die Frauen über die brisantesten Themen und kämpfen für soziale Veränderung, auch wenn sie dabei ihre eigene Sicherheit riskieren. Aus nächster Nähe folgt WRITING WITH FIRE dieser Gruppe von Frauen, die das gesellschaftliche System hinterfragen und mit Traditionen wagemutig brechen.

Die Kamera begleitet die Reporterinnen bei der Umstellung der Zeitung von Print auf digital. Sie werden mit Smartphones vertraut gemacht und lernen, wie sie für ihren YouTube-Kanal und dessen stetig wachsende Follower:innenzahl filmen können. Mit inspirierendem Mut interviewen die Reporterinnen Opfer von systematischen Vergewaltigungen, aber sie produzieren auch Geschichten über mangelnde Hygiene, schlechte Strassen oder einen versteckten Skandal über eine illegale Mine. Die Frauen erklären stolz, wie die Behörden endlich etwas unternehmen – oft nach Einschüchterungs- oder Bestechungsversuchen, die wir ganz offen beobachten können.

Durch ihre Arbeit, die oft von ihren Ehemännern oder ihren Familien kritisiert wird, beginnen die Frauen, die Konventionen der Gesellschaft, in der sie leben, zu hinterfragen. Ihre Geschichte enthält ein hoffnungsvolles Plädoyer für Mut und eigenständiges Denken.

Indien, 2021 / 94 Min.

Audio: Hindi

Untertitel: Deutsch


zur Website der Veranstalter:in

Künstler:innen / Personen

Von Rintu Thomas und Sushmit Ghosh

Veranstalter:in

Coalmine – Kulturort

Die COALMINE ist der hauseigene Kulturbetrieb der Volkart Stiftung. Im ehemaligen Kohlenkeller des 1905 erbauten Volkarthauses in Winterthur gelegen, beherbergt die COALMINE heute statt Kohle ein gemütliches Café und hauseigene kulturelle Events ...

Ort

Coalmine – Raum für Fotografie

Turnerstrasse 1
8400 Winterthur
+41 (0)52 268 68 68
info@coalmine.ch

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Die COALMINE ist nicht barrierefrei. Eine in Auftrag gegebene Studie kam zum Schluss, dass Zugänge für Rollstühle aufgrund der vielen Treppen im Haus nur durch eine grossflächige Sanierung möglich wären. Bitte melden Sie sich bei uns, wir setzen alles daran, einen Veranstaltungsbesuch zu ermöglichen.

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