Filmpodium

Do, 28.02.2019 | 18:15 - 19:50 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Les granges brûlées

Jean Chapot (Frankreich/Italien 1973)

Simone Signoret
Schön, stark und etwas verrucht – Simone Signoret hatte schon in jungen Jahren eine Ausstrahlung, die sie für Rollen im Halbweltmilieu zu prädestinieren schien. Erst allmählich vermochte sie sich von diesem Stereotyp zu befreien, nicht zuletzt mit Projekten, in denen sie ihr politisches Engagement einbrachte. Noch im Alter, dessen Spuren sie nie vertuschte, verkörperte sie unvergessliche Filmfiguren.

Die Leiche einer jungen Frau wird in der winterlichen Region Doubs gefunden, unweit des Gehöfts «Les granges brûlées» von Rose, einer Bäuerin, die ihre Familie fest im Griff hat. Die Ankunft des Untersuchungsrichters Larcher, der Roses Sohn Paul der Tat verdächtigt, lässt ihre Welt aus den Fugen geraten.
Der Fernsehregisseur Jean Chapot erwies sich als ausserstande, bei seinem ersten grossen Kinofilm einen Star wie Alain Delon in den Griff zu kriegen, sodass Delon in den letzten Wochen zusammen mit dem Regieassistenten Philippe Monnier selbst die Inszenierung übernahm. Als Roses Tochter Françoise ist Signorets eigene Tochter Catherine Allégret zu sehen.
«Das prachtvolle Leinwandpaar Alain Delon und Simone Signoret, durch den ausgezeichneten La veuve Couderc unsterblich gemacht, trifft vor der Kamera wieder in einer Geschichte zusammen, die gut bodenständig riecht und auf halber Strecke zwischen Psychodrama und Krimi anzusiedeln ist. (...) Simone Signoret bestätigt einmal mehr ihre magnetische Präsenz in dieser massgeschneiderten Rolle: Als wahres Familienoberhaupt von gestählter Persönlichkeit verdrängt sie alle anderen Darsteller mit ihrem umwerfenden Spiel. Nebenbei behandelt der Film mit einigem Scharfsinn das Phänomen der Landflucht. (...) Die sehr spezielle Musik von Jean-Michel Jarre, die in völligem Gegensatz zur schlichten Inszenierung steht, dient als moderner Kontrapunkt.» (Virgile Dumez, avoir-alire.com, 16.8.2010)

95 Min. / Farbe / 35 mm / F

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

28.02.2019
18:15 - 19:50 UHR

06.03.2019
15:00 - 16:35 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Jean Chapot
Drehbuch: Jean Chapot, Sébastien Roulet
Autor: Franz-André Burguet, Jean Chapot
Kamera: Sacha Vierny
Musik: Jean-Michel Jarre
Schnitt: Hélène Plemiannikov
Besetzung: Alain Delon (Untersuchungsrichter Pierre Larcher), Simone Signoret (Rose), Paul Crauchet (Pierre), Bernard Le Coq (Paul), Christian Barbier (Gendarm), Pierre Rousseau (Louis), Miou-Miou (Monique), Jean Bouise (Journalist), Catherine Allégret (Françoise)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Stagecoach: John Ford (USA 1939) (Februar)

La ronde: Max Ophüls (Frankreich 1950) (Februar)

Casque d'or: Jacques Becker (Frankreich 1952) (Februar)

Dédée d'Anvers: Yves Allégret (Frankreich 1948) (Februar)

Gone with the Wind: Victor Fleming, George Cukor (ungenannt), Sam Wood (ungenannt) (USA 1939) (Februar)

Le jour se lève: Marcel Carné (Frankreich 1939) (Februar)

Les sorcières de Salem: Raymond Rouleau (Frankreich/DDR 1957) (Februar, März)

Macadam: Marcel Blistène, Jacques Feyder (Frankreich 1946) (Februar, März)

Les diaboliques: Henri-Georges Clouzot (Frankreich 1955) (Februar, März)

CINEMA Buchvernissage: Fast alles (Schweiz 2017)
Lisa Gertsch lässt in ihrem mit dem Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur 2018 gekrönten Werk Fast alles (2017) die verzweifelnde Leandra, die ihren frühdementen Mann Paul ins Heim bringen soll, vom orthodoxen Weg abbiegen und stattdessen ans Meer fahren, wo das Paar so etwas wie normale Ferien verbringen soll.
Lenny (Deutschland 2009)
In Lenny (2009) schildert Cyril Schäublin (Dene wos guet geit), wie sich zwei Teenager über ihre Webcams auf dem Internet begegnen. Antons Verlangen erwacht, als er die Video Blogs von Lenny auf YouTube entdeckt. Wenn er nicht vor dem Bildschirm ist, wandert er durch die Weiten einer grossen Stadt. Hat seine virtuelle Begegnung mit Lenny einen Platz in der wirklichen Welt?
(Februar)

Amerika im Visier (Meiguo zhichuang): Huang Zuolin, Shi Hui, Ye Ming (China 1952) (Februar)

Mein Leben (Wo zhe yibeizi): Shi Hui (China 1950) (Februar, März)

Kompanieführer Guan (Guan lianzhang): Shi Hui (China 1951) (Februar, März)

Brief mit Feder (Ji mao xin): Shi Hui (China 1954) (Februar, März)

Nächtliche Schiffsfahrt auf nebligem Meer (Wuhai yehang): Shi Hui (China 1957) (Februar, März)

Vive la mort: Francis Reusser (Schweiz 1969) (Februar)

Freud und Leid in der Mitte des Lebens (Aile zhongnian): Sang Hu (China 1949) (Februar, März)

Seuls: Francis Reusser (Schweiz 1981) (Februar)

La règle du jeu: Jean Renoir (Frankreich 1939) (Februar, März)

Zauberlaterne (Februar, März)

Intolerance: David Wark Griffith (USA 1916) (Februar)

Room at the Top: Jack Clayton (GB 1959) (März)

Der Zauberer von Oz (The Wizard of Oz): Victor Fleming (USA 1939) (März)

Ship of Fools: Stanley Kramer (USA 1965) (März)

Adua e le compagne: Antonio Pietrangeli (Italien 1960) (März)

The Wizard of Oz: Victor Fleming, George Cukor (ungen.), Mervyn LeRoy (ungen.), Richard Thorpe (ungen.), King Vidor (ungen.) (USA 1939) (März)

La vie devant soi: Moshé Mizrahi (Frankreich 1977) (März)

The Story of the Last Chrysanthemum (Zangiku monogatari): Kenji Mizoguchi (Japan 1939) (März)

Nachtasyl (Ye Dian): Huang Zuolin (China 1947) (März)

Himmlische Hochzeit (Tian xianpei): Shi Hui (China 1955) (März)

L'armée des ombres: Jean-Pierre Melville (Frankreich/Italien 1969) (März)

Police Python 357: Alain Corneau (Frankreich/BRD 1976) (März)

Le jour et l'heure: René Clément (Frankreich/Italien 1963) (März)

Maboroshi no hikari (Maboroshi no hikari): Hirokazu Kore-eda (Japan 1995) (März)

Generalversammlung Lumière (März)

The General: Buster Keaton, Clyde Bruckman (USA 1926) (März)

L'aveu: Costa-Gavras (Frankreich/Italien 1970) (März)