Filmpodium

So, 17.02.2019 | 18:45 - 20:10 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Dédée d'Anvers

Yves Allégret (Frankreich 1948)

Simone Signoret
Schön, stark und etwas verrucht – Simone Signoret hatte schon in jungen Jahren eine Ausstrahlung, die sie für Rollen im Halbweltmilieu zu prädestinieren schien. Erst allmählich vermochte sie sich von diesem Stereotyp zu befreien, nicht zuletzt mit Projekten, in denen sie ihr politisches Engagement einbrachte. Noch im Alter, dessen Spuren sie nie vertuschte, verkörperte sie unvergessliche Filmfiguren.

Das Animiermädchen Dédée verliebt sich in einer Hafenkneipe von Antwerpen, wo ihr Zuhälter Marco als Portier arbeitet, in den italienischen Kapitän Francesco, der sich mit Waffenschmuggel beschäftigt. Dédée und Francesco beschliessen, die Stadt gemeinsam zu verlassen, aber Marco will seine Einnahmequelle nicht verlieren.
«Die Prostituierte, eine Schlüsselfigur des französischen Kinos, ist wohl als einzige nie von der Leinwand verschwunden. Dazu gehören diejenigen in Macadam und insbesondere in Dédée dʼAnvers, verkörpert von Simone Signoret. Die Hure symbolisiert das ‹glücklose Mädchen›, das vom Schicksal gebrandmarkt ist, im Gegensatz zu den bürgerlichen Ludern (wie in Manèges, ebenfalls Simone Signoret), die sich mit Herz und Geist prostituieren.» (François Guérif: Le cinéma policier français, Henri Veyrier 1981)
«Was ich nicht verstand – es kam mir überhaupt nicht in den Sinn –, war, dass die Leute Dédée deswegen so gerne hatten, weil die Arme so viel Pech hatte, so sanftmütig und grosszügig war, letztendlich ein pures Opfer der Gesellschaft. Wenn ich das verstanden hätte, hätte ich nur noch sympathische Rollen gespielt. Und damit hätte ich mich um grosse Freuden gebracht.» (Simone Signoret: Ungeteilte Erinnerungen, Heyne 1979)

85 Min. / sw / Digital SD / F

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

17.02.2019
18:45 - 20:10 UHR

21.02.2019
15:00 - 16:25 UHR

25.02.2019
20:45 - 22:10 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Yves Allégret
Drehbuch: Jacques Sigurd, Yves Allégret
Autor: Ashelbé
Kamera: Jean Bourgoin
Musik: Jacques Besse
Schnitt: Léonide Azar
Besetzung: Bernard Blier (Monsieur René), Simone Signoret (Dédée), Marcello Pagliero (Francesco), Marcel Dalio (Marco), Marcel Dieudonné (Drogenhändler), Mia Mendelson (flämische Prostituierte), Marcelle Arnold (Prostituierte mit Papagei), Claude Farell (deutsche Prostituierte), Jane Marken (Germaine)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Stagecoach: John Ford (USA 1939) (Februar)

La ronde: Max Ophüls (Frankreich 1950) (Februar)

Casque d'or: Jacques Becker (Frankreich 1952) (Februar)

Gone with the Wind: Victor Fleming, George Cukor (ungenannt), Sam Wood (ungenannt) (USA 1939) (Februar)

Le jour se lève: Marcel Carné (Frankreich 1939) (Februar)

Les sorcières de Salem: Raymond Rouleau (Frankreich/DDR 1957) (Februar, März)

Macadam: Marcel Blistène, Jacques Feyder (Frankreich 1946) (Februar, März)

Les diaboliques: Henri-Georges Clouzot (Frankreich 1955) (Februar, März)

CINEMA Buchvernissage: Fast alles (Schweiz 2017)
Lisa Gertsch lässt in ihrem mit dem Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur 2018 gekrönten Werk Fast alles (2017) die verzweifelnde Leandra, die ihren frühdementen Mann Paul ins Heim bringen soll, vom orthodoxen Weg abbiegen und stattdessen ans Meer fahren, wo das Paar so etwas wie normale Ferien verbringen soll.
Lenny (Deutschland 2009)
In Lenny (2009) schildert Cyril Schäublin (Dene wos guet geit), wie sich zwei Teenager über ihre Webcams auf dem Internet begegnen. Antons Verlangen erwacht, als er die Video Blogs von Lenny auf YouTube entdeckt. Wenn er nicht vor dem Bildschirm ist, wandert er durch die Weiten einer grossen Stadt. Hat seine virtuelle Begegnung mit Lenny einen Platz in der wirklichen Welt?
(Februar)

Amerika im Visier (Meiguo zhichuang): Huang Zuolin, Shi Hui, Ye Ming (China 1952) (Februar)

Mein Leben (Wo zhe yibeizi): Shi Hui (China 1950) (Februar, März)

Brief mit Feder (Ji mao xin): Shi Hui (China 1954) (Februar, März)

Kompanieführer Guan (Guan lianzhang): Shi Hui (China 1951) (Februar, März)

Nächtliche Schiffsfahrt auf nebligem Meer (Wuhai yehang): Shi Hui (China 1957) (Februar, März)

Freud und Leid in der Mitte des Lebens (Aile zhongnian): Sang Hu (China 1949) (Februar, März)

Seuls: Francis Reusser (Schweiz 1981) (Februar)

Vive la mort: Francis Reusser (Schweiz 1969) (Februar)

La règle du jeu: Jean Renoir (Frankreich 1939) (Februar, März)

Zauberlaterne (Februar, März)

Intolerance: David Wark Griffith (USA 1916) (Februar)

Les granges brûlées: Jean Chapot (Frankreich/Italien 1973) (Februar, März)

Room at the Top: Jack Clayton (GB 1959) (März)

Der Zauberer von Oz (The Wizard of Oz): Victor Fleming (USA 1939) (März)

Ship of Fools: Stanley Kramer (USA 1965) (März)

Adua e le compagne: Antonio Pietrangeli (Italien 1960) (März)

The Wizard of Oz: Victor Fleming, George Cukor (ungen.), Mervyn LeRoy (ungen.), Richard Thorpe (ungen.), King Vidor (ungen.) (USA 1939) (März)

La vie devant soi: Moshé Mizrahi (Frankreich 1977) (März)

The Story of the Last Chrysanthemum (Zangiku monogatari): Kenji Mizoguchi (Japan 1939) (März)

Nachtasyl (Ye Dian): Huang Zuolin (China 1947) (März)

Himmlische Hochzeit (Tian xianpei): Shi Hui (China 1955) (März)

L'armée des ombres: Jean-Pierre Melville (Frankreich/Italien 1969) (März)

Police Python 357: Alain Corneau (Frankreich/BRD 1976) (März)

Le jour et l'heure: René Clément (Frankreich/Italien 1963) (März)

Generalversammlung Lumière (März)

Maboroshi no hikari (Maboroshi no hikari): Hirokazu Kore-eda (Japan 1995) (März)

The General: Buster Keaton, Clyde Bruckman (USA 1926) (März)

L'aveu: Costa-Gavras (Frankreich/Italien 1970) (März)