Filmpodium

Di, 05.03.2019 | 20:45 - 22:30 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

La vie devant soi

Moshé Mizrahi (Frankreich 1977)

Simone Signoret
Schön, stark und etwas verrucht – Simone Signoret hatte schon in jungen Jahren eine Ausstrahlung, die sie für Rollen im Halbweltmilieu zu prädestinieren schien. Erst allmählich vermochte sie sich von diesem Stereotyp zu befreien, nicht zuletzt mit Projekten, in denen sie ihr politisches Engagement einbrachte. Noch im Alter, dessen Spuren sie nie vertuschte, verkörperte sie unvergessliche Filmfiguren.

Madame Rosa, eine alte jüdische Ex-Prostituierte, kümmert sich in ihrer Wohnung um die Kinder anderer Huren und gibt ihre Schützlinge nach und nach ab. Einzig Momo, ein Moslemjunge, bleibt ihr erhalten und wächst zu ihrem Freund und Vertrauten heran. Doch er will das Geheimnis seiner Herkunft wissen, und dessen Enthüllung stellt das Verhältnis der beiden Aussenseiter auf eine schwere Probe.
«Wie Simone Signoret sie spielt, ist Madame Rosa eine umwerfende Figur, ein überwältigender Berg von ausgelatschtem Fleisch, dessen Arterien verkalken, dessen Fussknöchel einknicken und dessen Lungen weniger verlässlich sind als ein Paar uralte Luftschläuche. Madame Rosa ist müde. Sie ist kurz davor, zu sterben, und sie hat Angst, nicht vor dem, was nach dem Tod kommt – sie ist zäh genug, dem zu trotzen, bis auf einige Augenblicke in der Nacht –, sondern vor dem, was aus ihrem letzten Pensionsgast werden wird, dem ernsten, vorzeitig reifenden Araberjungen Momo. (...) Signoret hat hier ihre beste Rolle seit Jahren, eine, die ihre aussergewöhnliche körperliche Präsenz nutzt, aber nicht ausnutzt.» (Vincent Canby, The New York Times, 19.3.1978)
Signoret gewann für diese Rolle den César.

105 Min. / Farbe / 35 mm / F + E/d

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

05.03.2019
20:45 - 22:30 UHR

15.03.2019
18:15 - 20:00 UHR

17.03.2019
15:00 - 16:45 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Moshé Mizrahi
Drehbuch: Moshé Mizrahi
Autor: Émile Ajar
Kamera: Néstor Almendros
Musik: Dabket Loubna, Philippe Sarde
Schnitt: Sophie Coussein
Besetzung: Simone Signoret (Madame Rosa), Michal Bat-Adam (Nadine), Samy Ben-Youb (Momo), Gabriel Jabbour (Monsieur Hamil), Geneviève Fontanel (Maryse), Bernard Lajarrige (Louis Charmette), Mohamed Zinet (Kadir Youssef), Elio Bencoil (Moïse)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Stagecoach: John Ford (USA 1939) (Februar)

La ronde: Max Ophüls (Frankreich 1950) (Februar)

Casque d'or: Jacques Becker (Frankreich 1952) (Februar)

Gone with the Wind: Victor Fleming, George Cukor (ungenannt), Sam Wood (ungenannt) (USA 1939) (Februar)

Dédée d'Anvers: Yves Allégret (Frankreich 1948) (Februar)

Les sorcières de Salem: Raymond Rouleau (Frankreich/DDR 1957) (Februar, März)

Le jour se lève: Marcel Carné (Frankreich 1939) (Februar)

Macadam: Marcel Blistène, Jacques Feyder (Frankreich 1946) (Februar, März)

CINEMA Buchvernissage: Fast alles (Schweiz 2017)
Lisa Gertsch lässt in ihrem mit dem Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur 2018 gekrönten Werk Fast alles (2017) die verzweifelnde Leandra, die ihren frühdementen Mann Paul ins Heim bringen soll, vom orthodoxen Weg abbiegen und stattdessen ans Meer fahren, wo das Paar so etwas wie normale Ferien verbringen soll.
Lenny (Deutschland 2009)
In Lenny (2009) schildert Cyril Schäublin (Dene wos guet geit), wie sich zwei Teenager über ihre Webcams auf dem Internet begegnen. Antons Verlangen erwacht, als er die Video Blogs von Lenny auf YouTube entdeckt. Wenn er nicht vor dem Bildschirm ist, wandert er durch die Weiten einer grossen Stadt. Hat seine virtuelle Begegnung mit Lenny einen Platz in der wirklichen Welt?
(Februar)

Les diaboliques: Henri-Georges Clouzot (Frankreich 1955) (Februar, März)

Mein Leben (Wo zhe yibeizi): Shi Hui (China 1950) (Februar, März)

Amerika im Visier (Meiguo zhichuang): Huang Zuolin, Shi Hui, Ye Ming (China 1952) (Februar)

Kompanieführer Guan (Guan lianzhang): Shi Hui (China 1951) (Februar, März)

Brief mit Feder (Ji mao xin): Shi Hui (China 1954) (Februar, März)

Nächtliche Schiffsfahrt auf nebligem Meer (Wuhai yehang): Shi Hui (China 1957) (Februar, März)

Freud und Leid in der Mitte des Lebens (Aile zhongnian): Sang Hu (China 1949) (Februar, März)

Seuls: Francis Reusser (Schweiz 1981) (Februar)

Vive la mort: Francis Reusser (Schweiz 1969) (Februar)

La règle du jeu: Jean Renoir (Frankreich 1939) (Februar, März)

Zauberlaterne (Februar, März)

Les granges brûlées: Jean Chapot (Frankreich/Italien 1973) (Februar, März)

Intolerance: David Wark Griffith (USA 1916) (Februar)

Room at the Top: Jack Clayton (GB 1959) (März)

Der Zauberer von Oz (The Wizard of Oz): Victor Fleming (USA 1939) (März)

Ship of Fools: Stanley Kramer (USA 1965) (März)

Adua e le compagne: Antonio Pietrangeli (Italien 1960) (März)

The Wizard of Oz: Victor Fleming, George Cukor (ungen.), Mervyn LeRoy (ungen.), Richard Thorpe (ungen.), King Vidor (ungen.) (USA 1939) (März)

The Story of the Last Chrysanthemum (Zangiku monogatari): Kenji Mizoguchi (Japan 1939) (März)

Himmlische Hochzeit (Tian xianpei): Shi Hui (China 1955) (März)

L'armée des ombres: Jean-Pierre Melville (Frankreich/Italien 1969) (März)

Nachtasyl (Ye Dian): Huang Zuolin (China 1947) (März)

Police Python 357: Alain Corneau (Frankreich/BRD 1976) (März)

Le jour et l'heure: René Clément (Frankreich/Italien 1963) (März)

Generalversammlung Lumière (März)

Maboroshi no hikari (Maboroshi no hikari): Hirokazu Kore-eda (Japan 1995) (März)

L'aveu: Costa-Gavras (Frankreich/Italien 1970) (März)

The General: Buster Keaton, Clyde Bruckman (USA 1926) (März)