Schauspielhaus Zürich

Di, 13.11.2018 |
Kammer
Rämistrasse 34 | Zürich

TICKET

Ein Gespenst geht um. Das Manifest der Kommunistischen Partei

Ein Gespenst geht um. Das Manifest der Kommunistischen Partei

Hinweis: Die Vorstellungen am 16. und 20. April entfallen leider ersatzlos. Bereits gekaufte Karten können an der Theaterkasse, Tel. +41 44 258 77 77, zurückgegeben werden.

„nur noch 1017 tage bis zum ende des kapitalismus“ heisst ein Kunstwerk von Joseph Beuys aus dem Jahr 1984, dessen mit weisser Kreide auf einer Schultafel zu lesender Schriftzug im 21. Jahrhundert mindestens dreierlei beweist: Erstens, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Zweitens, wie wichtig Utopien sind. Und drittens, dass es bis heute kein potentes Gegenmodell zum Kapitalismus zu geben scheint, der uns verführbare und narzisstische Menschen mit seinen Konsum- und Freiheitsverlockungen fest im Griff hat. Und da kommen Marx und Engels ins Spiel, deren „Kommunistisches Manifest“ nicht nur eine der einflussreichsten politischen Schriften überhaupt darstellt, sondern als ausformuliertes Modell einer gerechteren Welt – trotz gescheiterter Versuche auf staatlicher Ebene à la DDR oder UdSSR - bis heute als Gespenst durch unsere Köpfe geistert. Nicht umsonst hat Slavoj Žižek dem Text von 1848 soeben wieder Modernität und ungebrochene Aktualität bescheinigt – und das, obwohl die Proletarier aller Welt, die sich hätten vereinigen sollen, heute gar kein Bewusstsein über ihre eigene Existenz mehr haben. Und auch, wenn der Kapitalismus sich als flexibler und überlebensfähiger erweist, als Marx und Engels sich das gedacht haben, so stellt der Text einfach die richtigen Fragen. Er bohrt. Er durchdringt. Er insistiert. Und seine analytische Kraft kommt erst heute – unter den Bedingungen einer globalisierten Welt – so richtig zum Tragen. Und deshalb gehen die Schauspielerin Susanne-Marie Wrage und der Autor und Regisseur Thomas Jonigk, die für das künstlerische Gesamtkonzept des Abends verantwortlich zeichnen, diesem „Meisterwerk der Weltliteratur“ auf die Spur und präsentieren es als das, was es für sie ist: Utopie gewordenes Wort, das sich in den Körper eines jeden, der Veränderung sucht, einschreiben wird.

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Personen

Schauspieler:
Susanne-Marie Wrage
Regie:
Thomas Jonigk
Licht:
Daniel Leuenberger
Regieassistenz:
Sonja Streifinger
Sprechtraining:
Jürgen Wollweber

Veranstaltungsort

Kammer


Adresse:

Rämistrasse 34
8001 Zürich
Empfang +41 (0)44 258 70 70
Kasse +41 (0)44 258 77 77
Theaterkasse theaterkasse@schauspielhaus.ch

Erreichbarkeit:

Öffentlicher Verkehr
Tram Nr. 3, 5, 8, 9 oder Bus Nr. 31 bis «Kunsthaus»

Zugänglichkeit:

Sämtliche Bühnen sind barrierefrei zu erreichen. Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein Anruf an der Theaterkasse unter +41 (0)44 258 77 77 genügt.

Gastroangebot:

Vor und nach dem Theaterbesuch im Pfauen empfehlen wir Ihnen den Besuch des im Gebäude gelegenen Restaurants Santa Lucia Teatro. Kurzfristige Reservationen nimmt auch unser Foyerpersonal gerne entgegen. Für den kleinen Hunger vor Vorstellungsbeginn oder das Glas Champagner in der Pause hat im Pfauen-Foyer vor und nach der Aufführung eine Snack-Bar geöffnet.