Schauspielhaus Zürich

Fr, 18.06.2021 | 21:30 UHR
Schiffbau
Schiffbaustrasse 4 | Zürich

Wetterleuchten III

Kino im Schiffbau-Garten

Das abschliessende Filmwochenende beginnt unaufgeregt, obschon dem Protagonisten längst Verstorbene erscheinen. Der thailändische Filmemacher Apichatpong Weerasethakul erzählt ohne Spektakel und lässt in grösster Selbstverständlichkeit die Seelen driften. Die Linien, welche Menschen, Pflanzen, Tieren und die Geisterwelt trennen, heben sich auf. Auch wenn darin ebenfalls dämonische Wesen auftreten, ist der zweite Film völlig anderer Natur. Der skandinavische Genrefilm Gräns überrascht in vielerlei Hinsicht und entpuppt sich als schillernde Parabel über Tribalismus und Angst vor dem Fremden. Den Abschluss macht wiederum ein Film aus Italien, der nochmals andere Register zieht. Der Titel verweist auf die antike Lehre der Seelenwanderung. Die kontemplativen Beobachtungen rund um ein kalabrisches Bergdorf stellen ohne Aufregung einen mystischen Naturbezug her.

 

Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives

Fr., 18. Juni, 21:30 Uhr

Onkel Boonmee weiss, dass seine Stunden gezählt sind. Ein letztes Mal sucht er seine Verwandtschaft auf und erhält dabei selber Besuch von bereits verstorbenen Wesen aus dem benachbarten Regenwald. Sie nehmen ihn mit in den Dschungel, wo Vergangenheit und Zukunft sich ineinanderschlingen.

Regie: Apichatpong Weerasethakul
Besetzung: Thanapat Saisaymar, Natthakarn Aphaiwonk, Geerasak Kulhong
Dauer: 114’
Sprache: OV/d/f

Trailer: https://www.trigon-film.org/de/movies/Uncle_Boonmee

 

Gräns

Sa., 19. Juni, 21:30 Uhr

Als Grenzbeamtin ist sie unschlagbar, den Tina riecht Verbrecherisches geradezu. Woher nur rühren ihr Talent und ihre animalischen Instinkte? Die verwegene Lovestory verkuppelt übernatürliche Folklore und beissende Gesellschaftskritik. Nordische Wälder sind ohne Zweifel ein fantastischer Nährboden.

Regie: Ali Abbasi
Besetzung: Eva Melander, Eero Milonoff, Jörgen Thorsson
Dauer: 108’
Sprache: Schwed/df

 

Le quattro volte

So., 20. Juni, 21:30 Uhr

Gibt es eine Verbindung zwischen dem alten Hirten, dem Zicklein und einem Tannenwipfel? Gemäss der antiken Vorstellung, wonach jeder Mensch eine mineralische, pflanzliche, tierische und humane Natur in sich trage, sehr wohl. Es braucht keine Spezialeffekte, keine Dialoge, nicht einmal eine Handlung für tiefgründiges, erhellendes Kino

Regie: Michelangelo Frammartino
Dauer: 88’
Sprache: ohne Dialog

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=RpDSlbNj8bE

 

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Veranstaltungsort

Schiffbau


Im Jahr 2000 wurde der Schiffbau im Gebiet Escher-Wyss unverzichtbarer Bestandteil des Schauspielhauses. An drei Tür an Tür gelegenen Spielstätten werden regelmässig Vorstellungsserien angeboten: in der Halle mit 400 bis 600 Plätzen, in der Box mit bis zu 200 Plätzen sowie – unter der Verantwortung des Jungen Schauspielhauses – in der Matchbox mit 70 Plätzen. Seit seiner Umgestaltung 2009 lädt auch das grosszügige Foyer zum Sitzen und Verweilen ein.


Adresse:

Schiffbaustrasse 4
8005 Zürich
Empfang: +41 (0)44 258 70 70
Kasse: +41 (0)44 258 77 77
Theaterkasse theaterkasse@schauspielhaus.ch

Erreichbarkeit:

Öffentlicher Verkehr
Tram Nr. 4 oder Bus Nr. 33, 71, 72 bis «Schiffbau»
oder mit der S-Bahn bis «Hardbrücke»

Zugänglichkeit:

Sämtliche Bühnen sind barrierefrei zu erreichen. Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein Anruf an der Theaterkasse unter +41 (0)44 258 77 77 genügt.

Gastroangebot:

Das LaSalle Restaurant & Bar ist Teil des architektonisch beeindruckenden Schiffbau-Areals. Es werden hauptsächlich Gerichte aus der französischen und italienischen Küche serviert. Der in ein Speiselokal und eine Bar mit Stammtisch gegliederte Raum bildet die Kulisse, in der das Tafeln vor und nach der Vorstellung täglich neu inszeniert wird. Die Schiffbau-Bar im Foyer hat von Montag bis Samstag von 17 bis 24 Uhr sowie an Vorstellungssonntagen von 18 bis 24 Uhr für Sie geöffnet!


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