Shedhalle

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Die Shedhalle als Raum für prozessbasierte Kunst Der Prozess ist ein Werkzeug, um der Kunst unbekannte Handlungs- und Denkräume zu erschließen. Er ist der Kern unserer Arbeit in der Shedhalle. Wir führen damit eine Entwicklung weiter, bei der sich die Autorität von Künstler*innen und Institut...nstitutionen zum Publikum verschiebt. Kunst ist an der Herstellung konkreter Gemeinschaften beteiligt. Die Welt wandelt sich und Kunstinstitutionen stehen vor der Aufgabe, mit gesellschaftlichen Fragen umzugehen. Immer stärker werden Plattformen wichtig, die sich dynamisch mit dem sozialen, technologischen und ökologischen Wandel auseinandersetzen. Debatten um politische Handlungsunfähigkeit, die Ermächtigung vormals marginalisierter Gruppen und ökologische Nachhaltigkeit treffen nirgends so verdichtet aufeinander wie in der Kultur. Museen, Kunsthallen, Festivals und Theater sind Labore für Wandel und Testgebiete für Utopien. Darin sehen wir die Aufgabe der Shedhalle in Zürich, und dafür braucht es neue Strategien des Ausstellungsmachens.
Um den Prozess bewusst im Tagesgeschäft einer Kunstinstitution zu verankern, haben wir ein neues Format ausgearbeitet: die Protozone. Sie bietet Raum für Zusammenarbeit und Ausstellungen, denen ihre Offenheit noch anzusehen ist. Die Protozone kann jede Kunstform in sich aufnehmen und bietet Platz für Workshops und Akademien, die wiederum in einen Prozess mit anderen Elementen der Zone eintreten. Die Protozonen der Shedhalle sind inklusiv angelegt, denn sie ermöglichen die Zusammenarbeit von Künstler*innen und Personen mit verschiedenen Hintergründen und Identitäten. Sie erlauben langsames, beharrliches Handeln, sie schaffen einen Raum, in dem sich Prozesse entfalten können. Die Shedhalle und ihre Protozonen sind Orte für unkonventionelle Praktiken und für Experimente. Sie bieten eine Plattform für Künstler*innen, die in unterschiedlichen Disziplinen arbeiten und deren komplexen Biografien wir gerecht werden wollen. Wir verstehen die Protozone als Startpunkt für eine Gemeinschaft von Künstler*innen und Aktivist*innen, die nicht marktkonform arbeiten.

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