Das Filmpodium zeigt an die 350 verschiedene Filme jährlich. Thematische Reihen und Retrospektiven von Klassikern der Filmgeschichte sind ebenso zu sehen wie Premieren unabhängiger Autorenfilme aus aller Welt und Sonderveranstaltungen mit ...
Danach hätte es schön sein müssen
Karin Jurschick (Deutschland 2001)
Nach langer Alkohol- und Tablettensucht nimmt sich Hannelore Jurschick im Alter von 42 das Leben. Ihre 14-jährige Tochter wächst im Schweigen über den Suizid auf. Über 20 Jahre später sucht sie ihren inzwischen 91-jährigen Vater in der unveränderten Wohnung auf. Mit Videokamera beginnt Jurschick, ihre Familiengeschichte zu rekonstruieren: Sie beobachtet den Vater im Alltag, befragt ihn über die Ehe und den Tod der Mutter, nutzt Briefe und Archivmaterial. Im Off-Kommentar spricht sie von «dem Mann», «der Frau» und «dem Kind» – eine sprachliche Distanzierung, die bei unerbittlichen Nachfragen aufbricht. Indem Jurschick ihre Familie schonungslos zur Disposition stellt, legt sie Nachwirkungen des Nationalsozialismus in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft frei. Aus privater Spurensuche entsteht ein Familienporträt – geprägt von autoritär-patriarchalen Strukturen, tradierten Rollenbildern, emotionaler Vergletscherung, Verhärtung und Verdrängung. (df)
72 Min. / Farbe / 35 mm / D
72 Min. / Farbe / 35 mm / D
zur Website der Veranstalter:in
Sonntag, 22. November 2026
20:00 Uhr - 21:12 Uhr
Regie: Karin Jurschick
Drehbuch: Karin Jurschick
Kamera: Karin Jurschick
Schnitt: Bettina Böhler
Drehbuch: Karin Jurschick
Kamera: Karin Jurschick
Schnitt: Bettina Böhler
Filmpodium Kino
Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch
Zugänglichkeit:
Infos Zugänglichkeit:
Das Kino ist rollstuhlgängig und verfügt über eine Funk-Höranlage.

