O ma + Madame

Zwei Filme, zwei Briefe, zwei Geschichten, die ein Coming-out wagen. O ma kreist um ein Geheimnis: Seit sieben Jahren liebt Mengzhu Xue eine Frau. In einem englischen Brief an ihre Grossmutter erzählt sie davon – der Text wird in chinesische Schriftzeichen übertragen, sodass die Grossmutter ihn vorlesen kann, ohne den Inhalt zu verstehen. Beim Sprechen verwandeln sich die Zeichen phonetisch zurück ins Englische. Sprache ist zugleich Barriere und Befreiung: Das Unaussprechbare findet Ausdruck, ohne verstanden werden zu müssen. Auch Madame ist ein filmischer Brief an die vor 15 Jahren verstorbene Grossmutter. Während sie sich als selbstständige Unternehmerin gegen die Rollenerwartungen ihrer Zeit behauptete, kämpfte ihr Enkel in seiner grossbürgerlichen Genfer Familie gegen heteronormative Erwartungen und um die Anerkennung seiner Homosexualität. Aus üppigem Archivmaterial – Super-8-Filmen, Tagebüchern, AB-Nachrichten – entsteht ein Doppelporträt über Geschlechterbilder und Selbstbestimmung. (df)

O ma / 30 / Farbe + sw / DCP / Mand+E/e
Regie: Mengzhu Xue
Drehbuch: Mengzhu Xue
Kamera: Yang Liu
Musik: Gregor Quendel, Liesl Lindeque
Schnitt: Mengzhu Xue


Madame / 93 / Farbe / DCP / F/d
Regie: Stéphane Riethauser
Drehbuch: Stéphane Riethauser
Kamera: Stéphane Riethauser
Musik: David Perrenoud
Schnitt: Natali Barrey

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Daten

Samstag, 21. November 2026

Veranstalter:in

Filmpodium

Das Filmpodium zeigt an die 350 verschiedene Filme jährlich. Thematische Reihen und Retrospektiven von Klassikern der Filmgeschichte sind ebenso zu sehen wie Premieren unabhängiger Autorenfilme aus aller Welt und Sonderveranstaltungen mit ...

Ort

Filmpodium Kino

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch

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