Die IG Rote Fabrik ist ein Verein, der die Vermittlung und Förderung von zeitgenössischer und kritischer Kultur bezweckt. Seit 1980 bietet die IG Rote Fabrik eine wertvolle Alternative für den Kulturgenuss, der fernab von Mainstream und ...
Zoo der Diaspora
Ausstellung und Filmscreening
Do 15. Oktober
16:00 Türöffnung und Ausstellung
20:00 Filmscreening "Fremdzeit"
anschliessend Podiumsgespräch mit den Protagonist*innen
Fr 16. Oktober
16:00 Türöffnung und Ausstellung
20:00 Filmscreening "Hinterm Schrank liegt Bauschtu"
anschliessend Podiumsgespräch mit den Protagonist*innen
12.-22. Oktober
Dauerausstellung im Ziegel Oh Lac
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In einer multimedialen Ausstellung erzählen Jugendliche aus Bern West von Identität, Herkunft, Familie und dem Aufwachsen zwischen verschiedenen Kulturen. Entstanden sind persönliche Texte, Fotografien, Videos und grossformatige Kunstwerke, die berühren, zum Nachdenken anregen und den Dialog über Zugehörigkeit, Vorurteile und gesellschaftlichen Zusammenhalt eröffnen. Ein bewegender Einblick in persönliche Geschichten und gemeinsame Zukunftsfragen.
Der ZOO DER DIASPORA ist ein partizipatives Projekt, das im Rahmen der offenen Jugendarbeit des toj Bern West entstanden ist. Das Projekt möchte sich den vielschichtigen Zusammenhängen von Migrationsgeschichte, Arbeit, Identität, Verantwortung, Familie und Zugehörigkeit annähern. Mit dem Bild des Zoos soll auf ironische Weise auf die Aufbewahrung, Ausstellung und Exotisierung hinweisen, mit denen migrantische Jugendliche und ihre Familien in Bern West oftmals konfrontiert sind.
Die pädagogische und künstlerische Projektleitung liegt bei Azad Süsem, der sich im Rahmen des toj seit 20 Jahren mit den Lebenswelten der Jugendlichen in Bern West befasst und diese sichtbar macht. Daraus ist auch die Idee für den Zoo der Diaspora entstanden. Assistierend wirken Lauritz Mori als Jugendarbeiter und Thomas Krause als freischaffender Dramaturgie- und Multimediaberater.
Nebst der Ausstellung werden zwei Filme gezeiget, die im Rahmen des Projektes entstanden sind. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es jeweils ein Podiumsgespräch mit den Protagonist:innen der Filme.
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Do 15. Oktober, 20:00
Fremdzeit
In einem dokumentarischen Filmbeitrag gehen Jugendliche aus Bern West der Frage nach, wie das Leben ihrer Eltern und Grosseltern im Vergleich zu ihrem eigenen aussah. Hasan, der in Bern geboren wurde, berichtet über die Migrationsgeschichte seines Grossvaters aus Adana, der 1966 als Autolackierer in der Schweiz angestellt wurde, anschliessend seine Familie hier gründete. Andere Jugendliche aus der Diaspora ergänzen Hasans Erzählung mit ihren eigenen Geschichten. ----------------------------- Fr 16. Oktober, 20:00 Hinterm Schrank liegt BauschtuDie 43-jährige Emel erzählt über ihre Erfahrung als Kofferkind - also ein Kind, das in der Heimat von Verwandten aufgezogen wird, während die Eltern im Ausland arbeiten. Sie kommt als Zehnjährige gegen ihren Willen in die Schweiz, um hier bei ihren Eltern zu leben. In der Diaspora geht sie ihrer Familiengeschichte nach und setzt sich mit den kurdischen und alewitischen Traditionen ihrer Mutter auseinander. Sie macht sich auf eine Identitätssuche, um ihren Platz zwischen zwei Religionen und Kontinenten einzunehmen.
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