Seit 2006 im Langstrassenquartier von Zürich – versteht sich das MAXIM Theater als transkulturell, partizipierend, generationenübergreifend, interdisziplinär und der Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen verpflichtet. Für ...
GROSSMUTTER`S BÄUME: EINE GEMEINSAME LESUNG AUS ZWEI ROMANEN
mit Ivna Žic und Usama Al Shahmani
Was haben die beiden Romane “Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt” von Usama Al Shahmani und “Wahrscheinliche Herkünfte” von Ivna Žic gemeinsam?
Am 28. November werden Žic und Al Shahmani im Rahmen der Veranstaltungsreihe Zwischenräume aus ihren Romanen vorlesen. In beiden Texten geht es um Erinnerungen, dem diesjährigen Jahresthema des MAXIM Theater: insbesondere darum, wie geteilte Erinnerungen unsere Identitäten formen und wie sie die Gegenwart und die Zukunft prägen.
Diese Lesung ist eng verknüpft mit der diesjährigen Theaterproduktion des MAXIM Theaters. Aus seinem Roman “Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt” hat Usama Al Shahmani zusammen mit Ivna Žic ein Theaterstück für das MAXIM Ensemble geschaffen. Anhand der Geschichte von Dafer Schiehan erzählt es von den Verwüstungen einer Kindheit und Jugend in Diktatur und Krieg und dem Versuch, traumatische Erlebnisse hinter sich zu lassen.
Die Première von “Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt” findet am 22. November im MAXIM Theater statt.
Für ihre gemeisame Lesung am 28. November nehmen die beiden Autor:innen einige Fäden des Stücks auf und verweben sie mit Geschichtssträngen aus Ivna Žic’ Roman “Wahrscheinliche Herkünfte”.
Ivna Žic geht in ihrem Roman den Spuren ihrer Ahnen nach und eröffnet einen Ort des Wiedererkennens im anderen und des anderen. Sie öffnet in in ihrer autofiktionalen Reflexion Zugänge zu den völlig unterschiedlichen Welten ihrer beiden Grossmütter und des schweigsamen Großvaters, in deren Leben sich europäische Geschichte und eine untergegangene Welt spiegeln, die nach wie vor in uns weiterlebt und unser Handeln bestimmt.
Die Grossmutter spielt auch in Usama Al Shahmanis Roman eine zentrale Rolle: Ihre Stimme ist präsent und hörbar, man liest sie in den Zeilen und spürt sie in der poetischen Sprache des Texts. Sie hat die Hauptfigur begleitet und bleibt auch nach ihrem Tod an seiner Seite, ihre Prägung in der Familie strahlt weit über ihr Leben hinaus.
Wenn Ivna Žic und Usama Al Shahmani an ihrem gemeinsamen Lese-Abend am 28. November Einblicke in ihre Romane geben, werden sie ihre Grossmütter miteinander sprechen lassen. So verbinden sich die beiden Ahninnen, die einander nie begegnet sind, in ihrer Spur bis in die Gegenwart, die sie ihren Enkel:innen hinterlassen haben.
MIT: Ivna Žic (*1986 in Zagreb), Autorin mehrerer Bücher und Theaterregisseurin, hat an verschiedenen Theaterhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz gearbeitet. Usama Al Shahmani (*1971 in Bagdad) publizierte im Irak drei Bücher über arabische Literatur, bevor er wegen eines Theaterstückes fliehen musste und in die Schweiz kam. Beide wurden sie im deutschsprachigen Raum für ihre Romane mehrfach prämiert.
Diese Veranstaltungsreihe wird vom Zwischenräume Kollektiv organisiert und vom MAXIM Theater ausgerichtet.
Alle Veranstaltungen sind offen für Alle, mit freiem Beitrag.
zur Website der Veranstalter:in
Maxim Theater
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