Max Frisch und das Schauspielhaus Zürich

Ausstellung im Max Frisch-Archiv

Das Schauspielhaus Zürich machte Max Frisch als Dramatiker berühmt. Hier erlebten fast alle seine Stücke ihre Uraufführung. Mit dem Haus und seinem Ensemble verband ihn eine einzigartige künstlerische Beziehung.

Schon als jugendlicher Theatergänger fragte sich Max Frisch, «wieso Menschen, Erwachsene, die genug Taschengeld haben und keine Schulaufgaben, nicht jeden Abend im Theater verbringen. Das war es doch, das Leben.»

Ab Mitte der 1940er-Jahre wurde das Schauspielhaus Max Frischs zentraler Schaffensort. Dort lernte er seinen Förderer Kurt Hirschfeld kennen, und in dieser Zeit begegnete er Bertolt Brecht. Spätestens mit der Uraufführung seines Stücks «Andorra» (1961) stieg er selbst zum weltweit gefeierten Dramatiker auf.

Seine doppelte Expertise als Theaterautor und Architekt konnte Frisch einbringen, als in den 1960er-Jahren ein Neubau des Schauspielhauses geplant wurde.

Die «Bretter, die die Welt bedeuten», boten aber auch die (Hinter-)Bühne für andere, politische Dramen. Als Emil Staiger im Jahr 1966 seine Rede gegen die moderne Literatur hielt, war es Max Frisch, der heftig protestierte. Nach dem Direktionswechsel 1970 mied Max Frisch das Schauspielhaus für mehrere Jahre und kehrte erst später, mit grossem Aufsehen zurück.

Die Ausstellung im Max Frisch-Archiv gibt einen Einblick in Frischs jahrzehntelange Beziehung zu ‘seinem’ Theater. Sie beleuchtet wirkmächtige Förderer-Konstellationen, literarische Konkurrenzverhältnisse und politische Kontroversen.

Max Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek
Rämistrasse 101
8092 Zürich
+41 44 632 40 35
Webseite

Öffnungszeiten

Montag: 10–17 Uhr
Dienstag: 10–17 Uhr
Mittwoch: 10–17 Uhr
Donnerstag: 10–17 Uhr
Freitag: 10–17 Uhr

Bis Do, 31.03.2022

Ausstellung im Lesesaal Sammlungen und Archive der ETH-Bibliothek, Hauptgebäude HG H26.
Fotografieren ist nicht erlaubt.


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Max Frisch-Archiv

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Max-Frisch-Archiv

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mfa@library.ethz.ch
Rämistrasse 101
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