Zur Sache! «Vaterjüdische Geschichten» Mit Regula Weil, David Vogel und Ruth Zeifert

Zur Sache! Omanut

«Väter unser …» ist ein vielstimmiges Buch zum Thema Patrilinearität im Judentum. Die betroffenen Menschen umkreisen ihre Identität und fragen sich: «Bin ich doppelt oder doch eher gespalten?» Die Antworten fallen differenziert aus. So konkludiert etwa Wilma: «Warum nicht diese «doppelte» Herkunft und damit das «Anderssein» als seine eigene Identität ansehen und vor allem, dies nicht als Makel empfinden, sondern als Vorteil?» Zwischen dem Judentum und einer anderen Religion zu stehen, kann also Unterschiedliches bedeuten: Gefühle der Ausgrenzung, des Nicht-Dazu-Gehörens und der Unsicherheit gehören genauso dazu wie die Empfindung von Beschenkt-Sein und von Selbstermächtigung.

Der Journalist David Vogel, der das Thema aus eigener Erfahrung kennt, wird nach einem Inputreferat von Ruth Zeifert mit Regula Weil über ihre Erfahrungen als «Vaterjüdin» sprechen und dabei die immer noch in den Kinderschuhen steckende Diskussion zu diesem Thema aus der Sicht der Betroffenen beleuchten.

Regula Weil leitete zehn Jahre lang eine zweisprachige Schule, bevor sie sich als Lehrerin in Biel niederliess. Zu ihren Spezialgebieten gehören Schulmusik, Leadership und Neue Autorität nach Haim Omer. Ihre Eltern, der Vater Jude, die Mutter Nichtjüdin, führten in Bern eine Drogerie und waren in der Jüdischen Gemeinde aktiv.

Ruth Zeifert ist 1972 als israelische Staatsbürgerin und Nichtjüdin geboren. Die promovierte Soziologin ist als Autorin und Referentin zu jüdischen Themen tätig. Seit 2008 lebt sie mit ihrer Familie in München und gehört der dortigen Liberalen jüdischen Gemeinde an.

Gemeinsam mit Ionka Senger haben Regula Weil und Ruth Zeifert das Buch «Väter unser … -Vaterjüdische Geschichten» (Vandenhoeck & Ruprecht, 2021) herausgegeben.

«Zur Sache!» ist eine Reihe von Omanut, die sich zum Ziel gesetzt hat, komplexe aktuelle Debatten differenziert und sachlich darzulegen.


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