Filmtipps für den Februar

Redaktion Nora Kehli
Redaktion Nora Kehli

Lynch, Vinterberg, Scorsese, Campion – vier Regie-Ikonen. Ihre Werke im Februar neu entdecken: von surreal bis satirisch, vom Debüt bis zum Meisterwerk.

David Lynchs filmisches Vermächtnis

Wie kein anderer seiner Generation hat David Lynch das filmische Erzählen geprägt. Dabei ging es ihm weniger darum, Antworten zu liefern, als vielmehr das Rätselhafte zu betonen. Seine Filme oszillieren zwischen Traum und Wirklichkeit, entführen in mal ästhetische, mal alptraumhafte, mal mystische Welten. So hat Lynch, der im Januar dieses Jahres verstarb, ein unverwechselbares Werk hinterlassen. Zum Gedenken an den Kultregisseur zeigt das Kino Riffraff fünf seiner Filme, die seinen Ruf als Enfant Terrible begründeten, darunter Mulholland Drive (2001) und Eraserhead (1977).

Samstag, 8. Februar 2025, Kino Riffraff, 13:00 Uhr

Hommage an David Lynch

Kinos Riffraff & Houdini

Hommage an David Lynch

Wir zeigen 5 Filme aus seinem betörenden Lebenswerk am 8.2. im Riffraff!

Ein Stück Dogma-Erbe in Thomas Vinterbergs Miniserie

Mit ihrem aufrüttelnden Manifest «Dogma 95» plädierten Lars von Trier und Thomas Vinterberg für Realitätsnähe statt Wirklichkeitsentfremdung. Als erster offizieller Dogma-Film gilt Vinterbergs Familiendrama Festen (1998). Wenn auch nicht mehr so konsequent, ist das Dogma-Erbe auch in seinen neueren Arbeiten spürbar. So in seiner Miniserie Families Like Ours (2024), die sich zwischen Sozialkritik und intimem Drama mit der Klima- und Migrationskrise auseinandersetzt. Dabei verzichtet er auf unrealistische Katastrophenszenarien, sondern zeigt eine Zukunft, die uns bevorsteht. Die Serie feiert im Filmpodium ihre Vorpremiere im deutschsprachigen Raum.

Sonntag, 16. Februar 2025, Filmpodium Kino, 16:45 Uhr

Die Grenzen der Satire ausloten mit Martin Scorseses unkonventioneller Komödie

Von seinen Anfängen im New Hollywood bis zu seinem epischen Anti-Western: Mit insgesamt 26 Filmen hat sich Martin Scorsese als einer der angesehensten Filmemacher der letzten Jahrzehnte etabliert. Ein Film, der in seiner Filmografie etwas aus der Reihe tanzt, ist die Satire auf die Unterhaltungsindustrie The King of Comedy (1982). Der Film über einen aufstrebenden Stand-up-Komiker wird im Xenix in Anwesenheit der Satiriker:innen Dominic Deville, Lara Stoll und Gabriel Vetter zu sehen sein. Im Anschluss an Scorseses Film diskutiert das Trio über Grenzen und Möglichkeiten der Satire.

Donnerstag, 20. Februar 2025, Kino Xenix, 20:00 Uhr

Zu Gast im Xenix: Dominic Deville, Lara Stoll und Gabriel Vetter

Kino Xenix

Zu Gast im Xenix: Dominic Deville, Lara Stoll und Gabriel Vetter

Die Satiriker:innen Dominic Deville, Lara Stoll und Gabriel Vetter diskutieren im Anschluss an Scorseses THE KING OF COMEDY über ihr Metier.

Die Anfänge von Jane Campion

Die Filmwelt ist im Oscar-Fieber, denn bald werden zum 97. Mal die goldenen Trophäen verliehen. In der langen Geschichte der Academy Awards waren erst neun (!) Filmemacherinnen für die Beste Regie nominiert. Unter ihnen Jane Campion, die als erste zweimal in dieser Kategorie nominiert wurde: 1994 für The Piano und 2022 für The Power of the Dog. Das Filmpodium widmet ihr derzeit einen Programmschwerpunkt. Neben allen Langfilmen und der Serie Top of the Lake wird auch eine Auswahl ihrer Kurzfilme aus der Studienzeit gezeigt. Bereits in ihrem Frühwerk zeichnet sich die für Campion typische sensible Handschrift und sinnliche Bildsprache ab.

Freitag, 21. Februar 2025, Filmpodium Kino, 18:15 Uhr

Von Nora Kehli am 06. Februar 2025 veröffentlicht.

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