Filmtipps für den Mai

Redaktion Nora Kehli
Redaktion Nora Kehli

Kosovarisches und iranisches Filmschaffen sowie zwei Werke, die sich auf unterschiedliche Weise mit Frauen in der Filmindustrie auseinandersetzen.

Vierte Ausgabe des Kino Kosova Film Festivals

Vom 2. bis 5. Mai findet im Riffraff zum vierten Mal das Kino Kosova Film Festival statt. Die gezeigten Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme stammen sowohl von erfahrenen Filmschaffenden als auch von aufstrebenden Talenten aus dem Kosovo und der Schweiz. Das Programm umfasst über 30 Filme, die vielfältige Perspektiven auf die Balkanregion werfen. Sie beleuchten verschiedene Aspekte, welche die kosovarische und europäische Gesellschaft prägen, darunter Themen wie Migration, Gender, Visum oder Gesetz. Neben Filmvorführungen mit anschliessenden Diskussionen erwarten die Gäste exklusive Events und Konzerte.

2. bis 5. Mai 2024 | Kino Riffraff | 18:30 Uhr

 

Zwischen Fiktion und Dokumentation

Mit Maria Schneider, 1983 (2022) eröffnet das Xenix sein Monatsprogramm «Making Worlds», das sich Werken widmet, die zwischen dokumentarischen und fiktionalen Ansätzen schwanken. Elisabeth Subrins Kurzfilm ist die Rekonstruktion eines realen Interviews, in dem die Schauspielerin Maria Schneider über die von Männern dominierte Filmbranche reflektiert. Subrin stellt das Interview in drei Versionen nach, in denen jeweils eine andere Darstellerin in die Rolle der Titelfigur schlüpft. Wie sich dieser Kunstgriff auf unsere Sehgewohnheiten auswirkt, diskutiert die Kunst- und Filmwissenschaftlerin Friederike Horstmann, die den Film vorstellt.

 

Zu Gast: Friederike Horstmann

Kino Xenix

Zu Gast: Friederike Horstmann

Vortrag von Friederike Horstmann zum Auftakt des Monatprogramms «Making Worlds» im Kino Xenix. Mit Kurzfilmvorführung MARIA SCHNEIDER, 1983

Metatextueller Psychothriller

Eine der wohl berühmtesten Fehden der Filmgeschichte ist die zwischen Bette Davis und Joan Crawford, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ausgerechnet dieses Duo verkörpert in Whatever Happened to Baby Jane (1962) ein alterndes Schwesternpaar, das sich gegenseitig in den Wahnsinn treibt. Die damals fast vergessenen Schauspielerinnen spielen in diesem Psychothriller Rollen, die sich stark von ihrem bis dahin üblichen Repertoire unterscheiden. Dafür lassen sich umso mehr metatextuelle Bezüge zwischen den Figuren und ihren Darstellerinnen erkennen. Im Rahmen der Vortragsreihe «Re:Vision» wird der Film im Filmpodium von Thomas Binotto unter die Lupe genommen.

 

Vorgeschmack auf das Iranian Film Festival

Als Vorgeschmack auf das Iranian Film Festival im September findet im Debattierhaus Karl der Grosse eine Sonderveranstaltung statt. Gezeigt werden zwei Filme, die sich mit Menschenrechten und dem Leben von Frauen* im Iran auseinandersetzen – den diesjährigen Schwerpunkten des Festivalprogramms. Das Drama Circumstances (2011) von Maryam Keshavarz erzählt von der verbotenen Liebe zweier iranischer Frauen. Der Dokumentarfilm Nasrin (2020) von Jeff Kaufman begleitet die iranische Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh, die sich für Frauen und Minderheiten in ihrem Heimatland einsetzt.

 

Von Nora Kehli am 02. Mai 2024 veröffentlicht.

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