Filmtipps für September

Redaktion Nora Kehli
Redaktion Nora Kehli

Eine Doku über David Hockney, eine Premiere aus der Ukraine und zwei Festivals: das Iranische Filmfestival Zürich und das Palestine Arts Filmfestival.

IFFZ feiert 10. Jubiläum

Das Iranische Filmfestival Zürich (IFFZ) feiert im September sein zehnjähriges Bestehen. Diese Spezialausgabe ist dem avantgardistischen Werk von Dariush Mehrjui und seiner Frau und Drehbuchautorin Vahideh Mohammadifar gewidmet, die letztes Jahr tragisch verstarben. Neben Filmklassikern wie Mehrjuis Meilenstein des iranischen New-Wave-Kinos Die Kuh (1969) zeigt das Festival zahlreiche Neuerscheinungen. Eröffnet wird das Festival etwa mit der Schweizer Premiere von The Persian Version (2023) des diesjährigen Ehrengastes Maryam Keshavarz. 

Seid gestern Mittwoch, 11. September 2024 | Frame | 20:15 Uhr

Ein Festival zur Kontextualisierung des aktuellen Geschehens

Der öffentliche Diskurs über Palästina dreht sich derzeit um die Gräuel, die sich dort tagtäglich abspielen. Die Nachfrage nach Kontext zur aktuellen Situation ist gross. Das Palestine Arts Filmfestival will dahingehend Verständnis schaffen. Während vier Tagen beleuchten die  gezeigten Filme verschiedene Facetten der Kultur und des Alltags in Palästina. Das Festival ist damit eine Plattform für palästinensische Stimmen; hier sollen sie den Diskurs bestimmen können. 

Ab Donnerstag, 12.September 2024 | Kino Arthouse Picadilly | 19:00 Uhr

Eintauchen in Hockneys Kunst und Leben

Neben Le Mystère Picasso (1956) zeigt das Filmpodium diesen Monat einen weiteren Dokumentarfilm über einen bemerkenswerten Künstler: A Bigger Splash (1973) taucht in das aussergewöhnliche Œuvre von David Hockney ein. Regisseur Jack Hazan vermischt dokumentarische und fiktionale Elemente, sodass Interviewpassagen inszenierten Aufnahmen von nackten Männern am Pool gegenüberstehen. Mit dieser Mischform zeichnet er ein aufschlussreiches Bild, das nicht nur Hockneys künstlerisches Werk, sondern auch sein Privatleben ergründet.

Das widerstandsfähige Kino der Ukraine

Seit Februar 2022 herrscht auch in der Ukraine Krieg. Das Programm des Xenix beleuchtet in diesem Monat das ukrainische Filmschaffen, das trotz eingeschränkter Produktionsmöglichkeiten weiterhin starke Werke hervorbringt. So zeigt das Kino im September mehrere Premieren, unter anderem A Picture to Remember (2023) von Olga Chernykh. In ihrem bewegenden Essay verwebt sie die Schicksale dreier Generationen ukrainischer Frauen, indem sie Archivmaterial mit Aufnahmen aus der Kriegsgegenwart kombiniert.

A Picture to Remember

Kino Xenix

A Picture to Remember

PREMIERE: Ein berührendes Essay über drei ukrainische Generationen von Frauen in der Familie der Filmemacherin.

Von Nora Kehli am 12. September 2024 veröffentlicht.

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