Nach dem Klatschen kommt das Klirren

Prost und Cheers auf die Kultur! In diesen Theaterbars könnt ihr nach der Vorstellung auf die Kultur anstossen.

Karl:a der:die Grosse

«So brutal lokal wie möglich», beschreibt Barfrau Miriam die Philosophie des Bistros Karl:a der:die Grosse. Bistro und Bar sind fast durchgängig geöffnet, wobei es vor allem in den Abendstunden oft gar nicht so einfach ist, noch einen Platz zu ergattern. Dass der Zapfhahn nie stillsteht, liegt auch an den zahlreichen Podiumsdiskussionen, Themenabenden und Konzerten im Debattierhaus, die Karl:a zu einer festen Grösse in der Kulturlandschaft der Stadt machen. Neben Stangen und Wein, ist vor allem der Isotta Spritz beliebt, eine lokaler Spritz, für den statt Aperol ein Bitterlikör aus Winterthur verwendet wird. Wem das momentan zu sommerlich, sei der hausgemachte Glühwein empfohlen. Oder – 

Miriams Tipp: Absinth mit Pernod-Löffel, Zuckerwürfel und Anzünden. 

Theater Neumarkt

Das Theater Neumarkt, das sind vielfältige Vorstellungen und Menschen – oder wie Barchefin Sem es ausdrückt: «Vom Migros-Sack bis Gucci ist alles dabei.» Die bunte Vielfalt spiegelt sich auch in der reich bestückten Bar wider, die vor und nach dem Theaterbesuch zum Treffpunkt für Publikum und Schauspieler:innen wird. Immer wieder werden passend zu den Vorstellungen spezielle Getränke kreiert. Am liebsten schlürfen die Theatergänger*innen aktuell allerdings Amaretto Sour, was auch an Sems Mix-Künsten liegen dürfte. «Ich mache sensationelle Amaretto Sours», bemerkt sie lachend. Ihr persönliches Highlight ist allerdings ein anderer Drink.

Sems Tipp: New York Sauer (Whiskey Sour mit ein wenig Rotwein)

Sogar Theater

Frontrow kann jede:r. Manchmal lohnt es sich, die Reihen dahinter zu erkunden. Das Sogar Theater im Kreis 5 ist so ein Fall. Fast ein wenig schüchtern liegt das literarische Kleintheater in einem Innenhof an der Josefstrasse. Dabei kann sich nicht nur das Programm des Kulturhauses sehen lassen – allein schon die gemütliche Bar ist einen Besuch wert. Aktuell sind verschiedene Tees und Blauburgunder hoch im Kurs, wie Barfrau Caro verrät. Dazu kann Mensch Mini-Panettone verdrücken – und das sogar ganzjährig.  

Caros Tipp: Unbedingt zu den Premieren kommen, dann wird nach der Vorstellung traditionell Suppe serviert.

© Heini Fümm

Sogar Theater

Aeberli/Grob go No-Gos!

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Noahs Leute auf den Wellen

Sogar Theater

Noahs Leute auf den Wellen

Wagdy El Komy lebt seit zwei Jahren in der Schweiz. Mit dem Übersetzer und Autor Joël László verbindet ihn eine Freundschaft und eine Arbeitsbeziehung. ...

Schiffbau

Gross, grösser, Schiffbau. Es dürfte in der Stadt kaum eine andere Bar geben, um die sich so viele Menschen tummeln können, wie in der einstigen Industriehalle. Auch Barchef Tobi hat sich – kaum, dass er und seine Crew die Bar knapp drei Wochen zuvor übernommen haben – in das Ambiente verliebt. «Der Riesenraum mit der unglaublich hohen Decke, die Leuchten … Atmosphäre und Publikum sind mega cool!» Die Mischung macht’s – und das nicht nur bei den Drinks. An der Bar treffen Besucher:innen des Jazz-Clubs Moods auf Theatergänger:innen und Restaurantgäste aus dem Les Halles. Am häufigsten gehen neben Wein und Bier Amaretto Sours, Espresso Martinis und Negronis über den Tresen. 

Tobis Tipp: Rum Old Fashioned mit Plantea Rum, einem speziellen Rum mit Bananenaroma. 

Zurich Jazz Orchestra feat. Ola Onabulé

Moods

Zurich Jazz Orchestra feat. Ola Onabulé

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Millers

Warum in die Ferne schweifen …? Weil das Millers bei der Mühle Tiefenbrunnen den Weg in Richtung Stadtgrenze allemal wert ist. «Wir haben die schönste Theaterbar überhaupt», schwärmt Barchef Adrian. «Wenn du dich bei uns einmal hingesetzt hast, willst du nie mehr gehen. Wennd keis Dihei hesch, chunsch bi ois da inne und denksch: ‘da isch mis Dihei!’». Daheim – da wird ja nach Abend und Programm am liebsten Prosecco oder Bier vom Fass getrunken. Und bei den Drag Shows auch mal Skinny Bitches oder der ein oder andere Dark and Stormy. Besonders ist auch der alkoholfreie Negroni Senza und das Popcorn, das jeden Abend frisch gemacht wird. «Unser USP», wie Adrian betont.

Adrians Tipp: Boulevardier – eine Negroni-Variante mit Bitter, Wermut und Bourbon.

 

Von Sandra Smolcic am 21. Dezember 2023 veröffentlicht.

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