ICH ERWARTE DIE ANKUNFT DES TEUFELS – Vorstellung entfällt

nach Texten von Mary MacLane / aus dem Englischen von Ann Cotten, Mirko Bonné und Ulrike Draesner / Bühnenfassung von Marie Rosa Tietjen / REGIE: Marie Rosa Tietjen

«Wenn die allgemeine Welt mich so kennen soll, wie ich will, dass sie mich kennt, mich aus Fleisch und Blut, mich mit der eigentümlichen Philosophie und der unglücklichen Seele, dann muss ich etwas näher an sie herankommen. Dieses hier mein Buch enthält nur eine Figur – mich selbst. Es gibt auch den Teufel – als Möglichkeit.»

Als Mary MacLane im Alter von 19 Jahren mit ihrem ersten Buch hinaus ins helle Rampenlicht tritt, ist das Medienecho gewaltig. Schlagfertig, witzig, rebellisch und klug hat die junge Autorin ein tagebuchartiges Selbstzeugnis verfasst, in dem sie über Kunst und Literatur, Körperfunktionen und Mitternachtssnacks, über Lebenssinn und die Schönheit der Natur philosophiert. Ein schillerndes Psychogramm, das zwischen Alltagsbeobachtungen und morbiden Fantasien, Euphorie und Traurigkeit schamlos sie selbst ins Zentrum rückt. Der Teufel wird darin zum Sinnbild für alles, wonach sie sich sehnt und was in der Ödnis von Montana, umgeben von Bergen und kargem Land, ausserhalb ihrer Reichweite liegt: ein intellektuelles Gegenüber, Ruhm, berufliche Perspektiven, die grosse Liebe.

«In einer Welt von so vielfältiger Schönheit muss es doch auch etwas für mich geben.» Mit verblüffender Selbstverständlichkeit formuliert Mary MacLane einen Anspruch auf ein Leben, das mehr zu bieten hat als die Ödnis, die sie umgibt. Mit der kompromisslosen Emotionalität eines jungen, lebenshungrigen Menschen versucht sie sich in der Welt zu verorten. Diese Suche nach der eigenen Subjektivität, dem eigenen Begehren, steht im Zentrum der Bühnenfassung, in der Regisseurin Marie Rosa Tietjen Auszüge aus dem «Teufel» und den beiden folgenden Bücher Mary MacLanes — «Meine Freundin Annabel Lee» und «Ich» — verwoben und daraus gemeinsam mit ihrem künstlerischen Team sowie der Schauspielerin Lorena Handschin ein Solostück entwickelt hat.


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Daten

Freitag, 09. Oktober 2026

Weitere Daten

Montag, 12. Oktober 2026

Samstag, 17. Oktober 2026

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Dienstag, 03. November 2026

Montag, 09. November 2026

Freitag, 27. November 2026

Künstler:innen / Personen

Mit Lorena Handschin

REGIE: Marie Rosa Tietjen
BÜHNE: Simeon Melchior
KOSTÜME: Aino Laberenz
MUSIK: Lex Landergott
LICHT: Robin Huwiler
DRAMATURGIE: Rose Reiter

Veranstalter:in

Schauspielhaus Zürich

Das Schauspielhaus Zürich bietet als grösstes Sprechtheater der Schweiz ein abwechslungsreiches und spannendes Programm im Herzen von Zürich. Der Spielplan umfasst neben Klassikern auch Uraufführungen und neue Stücke, die politische und ...

Ort

PFAUEN

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Öffnungszeiten:

Theaterkasse (Rämistrasse 34)
Montag bis Freitag: 11 bis 19 Uhr
Samstag: 14 bis 19 Uhr

Zugänglichkeit:

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