Das Ende des Westens

von Lars Werner

Desinformation ist das neue Supercandy und mächtiges Politikinstrument zugleich – noch nie waren Informationen so verfügbar und Wahrheit so umkämpft. Gibt es überhaupt noch einen gemeinsamen Realitätsbezug? Welcher Geschichte glauben wir? Und was machen Narrative und Desinformation mit uns, was machen wir mit ihnen, spätestens seit der russischen Vollinvasion in die Ukraine?

Sascha arbeitet in einer russischen Trollfabrik. Oder wie es ihr Arbeitgeber formulieren würde: Sie schreibt als Autorin an der grossen Hitserie unserer Zeit: «Das Ende des Westens». Und das beginnt viel früher. In einem
Wohnzimmer der 90er Jahre schaltet jemand den Fernseher ein und fragt sich: Was soll «Das Ende des Westens» überhaupt sein? Nostalgie nach einer Vergangenheit, die es nie gab? Der Verlust von Vertrauen in politische Prozesse? Oder die schleichende Einbetonierung in vertraute Informationsblasen? Während die Serie auf dem Fernseher läuft, löst sich zwischen Bildschirm und Plüschkissen nach und nach etwas auf. Irgendetwas flimmert da zwischen Geborgenheit und Bedrohung, zwischen Vertrautheit und Irritation. Und da liegt noch diese Autobiografie einer Politikerin herum, das Radio berichtet über einen Angriff in einem Theater. Dabei will man doch einfach nur eine gute Zeit haben, gerade jetzt, wo der Liberalismus den globalen Sieg feiert und Konsum zur Identität werden darf.

Auf Grundlage einer umfassenden Recherche hat Autor*in Lars Werner ein erzählendes Bühnenstück über Struktur und Vorgeschichte heutiger Desinformation geschrieben. Regisseur Fynn Malte Schmidt inszeniert daraus einen Abend zwischen Popkultur und Politik. Welche Welt liegt hinter dieser Welt, und wollen wir sie überhaupt sehen? Anders gefragt: Woran möchten wir noch gemeinsam glauben?

Das Ende des Westens gräbt in den Trümmern des Kalten Kriegs nach den Ursprüngen unserer brüchigen Gesellschaften. Ein aussergewöhnlicher Abend aus Politthriller, Märchen und grossem Entertainment. Vielleicht ist alles doch näher an uns, als wir gedacht haben.


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Daten

Donnerstag, 10. September 2026

Weitere Daten

Dienstag, 15. September 2026

Donnerstag, 17. September 2026

Montag, 28. September 2026

Mittwoch, 30. September 2026

Donnerstag, 01. Oktober 2026

Sonntag, 22. November 2026

Dienstag, 24. November 2026

Dienstag, 01. Dezember 2026

Donnerstag, 03. Dezember 2026

Sonntag, 06. Dezember 2026

Künstler:innen / Personen

Mit: Sofia Borsani, Janna Rottmann, Stefanie Steffen
Text: Lars Werner
Regie: Fynn Malte Schmidt
Konzeption: Fynn Malte Schmidt, Stefanie Steffen
Bühne: Elisabeth Fritsch
Kostüm: Lenki Behm
Musik: Salomé Käsemodel
Video: Jana Schlegel
Dramaturgie: Anna Bertram
Regieassistenz: Andrea Uhl
Technik: Patrick Meury, Paul Schuler

Veranstalter:in

Theater Winkelwiese

Seit 1964 bietet das Theater Winkelwiese zeitgenössischen Theatertexten eine Bühne. Das Theater Winkelwiese sucht nach starken Geschichten und eigenwilligen Erzählstimmen und bietet seit über fünf Jahrzehnten die Chance, aktuelles und ...

Ort

Theater Winkelwiese

Winkelwiese 4
8001 Zürich
+41 (0)44 252 10 01
office@winkelwiese.ch

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Zugänglichkeit:

Infos Zugänglichkeit:

Anreise

Das Theater Winkelwiese befindet sich in der denkmalgeschützten Villa Tobler und liegt ca. 350 Meter von der Haltestelle Kunsthaus entfernt. Es müssen zwei Strassen überquert werden. Die letzten ca. 50 Meter führen über eine gepflasterte Strasse mit leichter Steigung.

Rollstuhlgängige Parkplätze befinden sich im Parkhaus Hohe Promenade.

Der Haupteingang führt über zwei Treppen (drei und fünf Stufen). Rechts neben dem Haupteingang befindet sich ein stufenloser Seiteneingang, der nur in Begleitung des Personals zugänglich ist. Von hier gelangt man mit einem Lift ins Foyer.

Im Haus

Die Kasse ist mobil und befindet sich nicht immer am gleichen Ort. Aufgrund der Schutzmassnahmen (Coronavirus) sind momentan Glasscheiben an der Kasse und Bar installiert.

Der Theatersaal und die Bar sind vom Foyer aus über eine fix installierte Rampe erreichbar. Die Raumsituation kann sich je nach Produktion ändern.

Links neben dem Lift befindet sich eine rollstuhlgängige Toilette.

Reservation und Tickets

Rollstuhlplätze können via Reservationsformular (bitte unter „Bemerkungen“ angeben) oder unter office@winkelwiese.ch / +41 (0)44 252 10 01 reserviert werden.

Assistenzpersonen, die Menschen mit einer Behinderung zu einer Vorstellung begleiten, erhalten eine Freikarte.

Infos & Zugänglichkeit Weniger Infos