Das Musikkollegium Winterthur wurde 1629 gegründet und ist seit 1875 ein Berufsorchester. Mit seinen 50 Musikerinnen und Musikern gehört es heute zu den zehn führenden Berufsorchestern der Schweiz. Es spielt pro Saison rund 40 Konzertprogramme im ...
Schubert & Schoeck
Mit 18 Jahren hatte Schubert bereits zehn Streichquartette geschrieben, und was für welche! In seinem g-Moll-Quartett ist es zu erleben. Traditionsbewusst (im Menuett schaut Mozarts g-Moll-Sinfonie um die Ecke), voll anmutiger Erfindung, und ganz quartettmässig durchgearbeitet. Wie viel schwerer hatte es da Othmar Schoeck: Als er sein 2. Streichquartett komponierte, ging er auf die Vierzig zu, und von seiner Jugend- und Studienzeit trennte ihn nicht bloss ein Weltkrieg, sondern eine musikästhetische Wende. Strawinsky und Hindemith, erst recht Schönberg hatten eine ganz neue Art von Musik in die Welt gesetzt. Schoeck nahm diesen Wandel aus nächster Nähe war. 1923 reiste er erstmals nach Paris zu Arthur Honegger, wo er u.a. begeistert Strawinskys «Les Noces» hörte. Im Sommer fuhr er mit seinem Winterthurer Förderer Werner Reinhart in dessen «grande voiture blanche» nach Salzburg an die Kammermusikfestspiele der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. Hier hörte er die allermodernste Musik der Zeit, nicht zuletzt Streichquartette von Alban Berg, Ernst Krenek, William Walton, Igor Strawinsky, Alois Hába und Darius Milhaud. Und dies alles, während er mitten in der Komposition seines eigenen Quartetts stand! Umso spannender ist es, bei Schoeck den Spuren jener Werke nachzuhorchen, die auf je eigene Weise «modern» waren. Neue, dunkle Harmonien im «Grave»-Kopfsatz, fast freitonales Schweben im Allegretto, einen Hauch Maschinenmusik im Pizzicato-Scherzo. Im Lento begegnen uns recht avancierte Dissonanzen, die Schoeck allerdings sanft schichtet. Das Finale schliesslich schwingt das Tanzbein, mit Polyrhythmik und Synkopen, wie es in den «roaring twenties» Mode war. Kein Jahr nach der Uraufführung erklang Schoecks neues Quartett natürlich auch in Winterthur. Ernst Wolters, Primarius des Winterthurer Streichquartetts und mit modernster Musik durchaus vertraut, sagte, es sei «sehr schwer» …
Türöffnung und Bar 11.15 UhrImbiss und Getränke an der Bar erhältlichFranz Schubert Streichquartett g-Moll, D 173
Othmar Schoeck Streichquartett Nr. 2 C-Dur, op. 37
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Freitag, 29. Januar 2027
Winterthur – Theater Winterthur
12:15 Uhr - 13:15 Uhr
CHF 30 | freie Platzwahl
Ticketkasse (MO–FR, 9.30–13.30 Uhr):
Stadthaus Winterthur, Stadthausstrasse 4a, CH-8400 Winterthur, Tel. +41 52 620 20 20, konzertkarten@musikkollegium.ch
- Winterthur Tourismus, Hauptbahnhof, CH-8400 Winterthur
- Ticket Corner, alle CH-Verkaufsstellen
Winterthur – Theater Winterthur
Theaterstrasse 6
8400 Winterthur
+41 (0)52 620 20 20
konzertkarten@musikkollegium.ch
Infos Zugänglichkeit:
Rollstuhlplätze
Der Theatersaal ist bedingt rollstuhlgängig. In der 18. Reihe des Theatersaals stehen Rollstuhlplätze zur Verfügung. Karten sind an der Kasse erhältlich. Die Person im Rollstuhl und die Begleitperson bezahlen je 50% des Kartenpreises der Platzkategorie III. Unser Personal ist gern behilflich, wenn die Wege zu beschwerlich sein sollten.
Hörverstärkung über Ihr persönliches Hörgerät
Beim Bau des Theaters wurde eine induktive Höranlage eingebaut. Durch Leitungen im Boden wird der Schall von der Bühne zu den Sitzen geleitet und kann dort mithilfe der persönlichen Hörgeräte empfangen werden. Allerdings sind nicht alle Plätze in den Bereich dieser Anlage miteinbezogen. Wenn Sie also ein Hörgerät tragen, dann fragen Sie beim Kauf der Theaterkarten an der Kasse nach einem Sitz mit Anschluss an die Hörgeräte-Verstärkung. Hörverstärkung über Kopfhörer Im Theater ist eine moderne Infrarot-Anlage installiert. Diese transportiert den Ton kabellos auf bequeme und leichte Kopfhörer, die Sie gegen eine Depotgebühr an der Garderobe beziehen können. Im Gegensatz zur oben erwähnten Induktionsanlage funktioniert dieses System an allen Plätzen im Saal.