Loving Highsmith

Patricia Highsmith hinterliess nicht nur weltberühmte Kriminalromane, sondern auch über 50 nicht publizierte Notiz- und Tagebücher. Die Filmemacherin Eva Vitija hat sie gelesen und darin eine leidenschaftliche Frau voller Zerwürfnisse entdeckt, die ebenso freizügig wie verkappt mit ihrer Homosexualität und ihrer Identität umgegangen ist. Eine fesselnde Biografie einer der schillerndsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

«Schreiben ist ein Ersatz für das Leben, das ich nicht führen kann.» Dieser Satz steht in einem der über 50 Tagebücher, welche die Autorin im Laufe ihres Lebens schrieb. Die Liebe und ihr prägender Einfluss auf die Identität sind der heimliche Nährboden für Werke wie «The Talented Mr Ripley» oder «Strangers on a Train». Mit «The Price of Salt/Carol» schrieb Highsmith Literaturgeschichte: Zum ersten Mal endete eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen nicht in einem Desaster … Doch Patricia Highsmith konnte den 1952 erschienenen Roman nur unter einem Pseudonym herausbringen. Zeitlebens sah sie sich gezwungen, vor ihrer Familie in Texas wie vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, dass sie lesbisch ist. Wie viele ihrer Romanfiguren führte auch sie ein Doppelleben. Über ihr bewegtes Liebesleben – ein für sie immer präsentes Thema – schrieb Patricia Highsmith nur in ihren Tagebüchern. Diese wurden nach ihrem Tod in einem Wäscheschrank in ihrem Haus im Tessin gefunden, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte. Regisseurin Eva Vitija stützt sich auf diese Schriften. Entstanden ist eine faszinierende Liebesbiografie, die ins Land der Obsessionen, der doppelten Identität, der Geheimisse und der Sehnsüchte von Patricia Highsmith führt: Ein Film, der ein neues, zuweilen romantisches und poetisches Licht auf eine der schillerndsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts wirft.

Schweiz, Deutschland, 2021 / 85 Min.

Audio: Englisch

Untertitel: Deutsch

Gast: Eva Vitija, Filmemacherin


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Künstler:innen / Personen

Von Eva Vitija

Veranstalter:in

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Die COALMINE ist der hauseigene Kulturbetrieb der Volkart Stiftung. Im ehemaligen Kohlenkeller des 1905 erbauten Volkarthauses in Winterthur gelegen, beherbergt die COALMINE heute statt Kohle ein gemütliches Café und hauseigene kulturelle Events ...

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