Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle (1930–2002), eine der wichtigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, ist weltweit bekannt geworden durch ihre «Nanas»: Sie zeugen von einer scheinbar unbekümmerten Fröhlichkeit, die das Bild der Künstlerin geprägt hat. Aber Niki de Saint Phalles Schaffen ist weit mehr.

Ihr Gesamtwerk ist überraschend facettenreich – exzentrisch, emotional, düster und brutal, humorvoll, hintergründig und immer wieder herausfordernd. Das überaus breite Spektrum ihrer Tätigkeit zeigt sich in Malerei und Zeichnung, in den Assemblagen, Aktionen und grossformatigen Skulpturen, aber auch im Theater, im Film und in der Architektur.

Sie beschäftigte sich intensiv mit sozialen und politischen Themen und hinterfragte Institutionen und Rollenbilder – Auseinandersetzungen, die ihre Relevanz heute wieder unter Beweis stellen. Niki de Saint Phalle hat mit ihren legendären «Schiessbildern», die in provokativen Aktionen bereits in den 1960er-Jahren entstanden, einen entscheidenden Beitrag zu der gerade heute hochaktuellen Kunstform der Performance geleistet. Verfolgt man ihren künstlerischen Werdegang, so erscheinen vor diesem Hintergrund viele ihrer Werke, vor allem die «Nanas» und die grossen Installationen im öffentlichen Raum, in einem anderen Licht. Die Auswahl der Werke für diese Ausstellung gibt Einblick in das komplexe und hochinteressante Schaffen dieser Ausnahmekünstlerin – und natürlich bietet sie auch ein buntes, vielseitiges Sehvergnügen, das Christoph Becker als seine letzte Ausstellung für das Kunsthaus kuratiert hat.


zur Website der Veranstalter:in
Nana Mosaïque Noire, Sammlung Würth Foto: Franca Candrian © 2022 Niki Charitable Art Foundation, All rights reserved / ProLitteris, Zurich
Niki de Saint Phalle, King-Kong, 1962, Moderna Museet, Stockholm, Donation
1972 from the artist
Foto: Moderna Museet/Stockholm
© 2022 Niki Charitable Art Foundation, All
rights reserved / ProLitteris, Zurich
Niki de Saint Phalle, Tea Party, ou Le Thé chez Angelina,
1971, mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig
Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung,
seit 1981
Foto: mumok - Museum moderner Kunst Stiftung
Ludwig Wien, © 2022 Niki Charitable Art Foundation,
All rights reserved / ProLitteris, Zurich
Niki de Saint Phalle, L‘accouchement rose, 1964, Moderna Museet Stockholm, Donation 1964
from the artist
Foto: Moderna Museet/Stockholm
© 2022 Niki Charitable Art Foundation, All
rights reserved / ProLitteris, Zurich
Niki de Saint Phalle, Un rêve plus long que la nuit, 1976 Filmplakat, Fondation pour l’art moderne et contemporain, MAHF, Foto: Musée d‘art et d‘histoire Fribourg, © 2022 Niki Charitable Art Foundation, All rights reserved / ProLitteris, Zurich
Niki de Saint Phalle, I Am the Nana
Dream House, 1969, Musée d‘art et d‘histoire de Fribourg
Foto: Musée d‘art et d‘histoire Fribourg
© 2022 Niki Charitable Art Foundation,
All rights reserved / ProLitteris, Zurich

Daten

Bis zum 08. Januar 2023

Veranstalter:in

Kunsthaus Zürich

Das Kunsthaus Zürich ist das grösste Kunstmuseum der Schweiz und präsentiert eine der bedeutendsten Kunstsammlungen vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart und veranstaltet attraktive Ausstellungen. Zu den international bedeutsamen Positionen ...

Details

Ort

Kunsthaus Zürich

Dein Weg

Beschreibung:

Niki de Saint Phalle (1930–2002), eine der wichtigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, ist weltweit bekannt geworden durch ihre «Nanas»: Sie zeugen von einer scheinbar unbekümmerten Fröhlichkeit, die das Bild der Künstlerin geprägt hat. Aber Niki de Saint Phalles Schaffen ist weit mehr.

Ihr Gesamtwerk ist überraschend facettenreich – exzentrisch, emotional, düster und brutal, humorvoll, hintergründig und immer wieder herausfordernd. Das überaus breite Spektrum ihrer Tätigkeit zeigt sich in Malerei und Zeichnung, in den Assemblagen, Aktionen und grossformatigen Skulpturen, aber auch im Theater, im Film und in der Architektur.

Sie beschäftigte sich intensiv mit sozialen und politischen Themen und hinterfragte Institutionen und Rollenbilder – Auseinandersetzungen, die ihre Relevanz heute wieder unter Beweis stellen. Niki de Saint Phalle hat mit ihren legendären «Schiessbildern», die in provokativen Aktionen bereits in den 1960er-Jahren entstanden, einen entscheidenden Beitrag zu der gerade heute hochaktuellen Kunstform der Performance geleistet. Verfolgt man ihren künstlerischen Werdegang, so erscheinen vor diesem Hintergrund viele ihrer Werke, vor allem die «Nanas» und die grossen Installationen im öffentlichen Raum, in einem anderen Licht. Die Auswahl der Werke für diese Ausstellung gibt Einblick in das komplexe und hochinteressante Schaffen dieser Ausnahmekünstlerin – und natürlich bietet sie auch ein buntes, vielseitiges Sehvergnügen, das Christoph Becker als seine letzte Ausstellung für das Kunsthaus kuratiert hat.

Zugänglichkeit:

Das Kunsthaus Zürich ist barrierefrei zugänglich.

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Ausstellungsansicht, Foto © Franca Candrian, Kunsthaus Zürich

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