Ein Rave ganz ohne Kopfschmerzen

Umblättern. Räuspern. Ein Schluck Kaffee. So klingt die ruhigste Party in Zürich. 

Kurzerhand beschloss er, selbst ein «Silent Reading» zu veranstalten und lud einfach Freund:innen dazu ein. Was als gemeinsames Lesen auf Picknickdecken auf der Josefswiese in Zürich anfing, wurde über die letzten drei Jahre zu einem etablierten Kulturevent und findet monatlich an wechselnden Locations in Zürich, Winterthur und bald auch in Basel statt.

«Also irgendwie kann ich das selber manchmal noch nicht glauben» erzählt Fabian heute. Lara Derzi, die mittlerweile mit Fabian zusammen den monatlichen Lese-Rave organisiert, nickt.
«Wir kennen viele der Leute, die an die Raves kommen, nicht. Aber das ist auch total egal – es geht uns einfach darum, einen Ort zu kreieren, an dem sich alle wohl und willkommen fühlen» lacht sie, und es gelingt ihnen auch. 

Was als Massnahme für mehr Lesen begonnen hat, entpuppte sich als Vakuum in der Zürcher Kulturlandschaft. An einem «Silent Reading Rave» muss nicht konsumiert werden, er findet tagsüber statt, es ist egal ob man da schon jemanden kennt oder nicht. Der niederschwelligste Rave überhaupt also. 

«Es kommen Teenies lesen, aber auch ältere Leute. Manche merken hier, dass sie viel lieber Lesen, als sie wussten. Andere beenden einfach ihre Unilektüre. Was uns besonders freut ist, dass der Event von selbst queer und zu einem Safe Space für alle wurde» 

Wer sich auch so einen entschleunigten Event wünscht: der nächste «Silent Reading Rave» für Lesebegeisterte und Entspannungsbedürftige findet am 7. Mai in Winterthur im Fotomuseum statt. 

© Milad Ahmadvand

Fotomuseum Winterthur

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Das Kulturprojekt Silent Reading Rave bringt Menschen zum Lesen zusammen. Jede Person liest für sich alleine und trotzdem lesen alle gemeinsam.

Paul Mpagi Sepuya, Darkroom Mirror (_2070386), 2017 © Paul Mpagi Sepuya

Fotomuseum Winterthur

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