Inspiriert von: Edouard Mätzener

Redaktion Ron Orp
Redaktion Ron Orp

Edouard Mätzener hat mir verraten, wo er nach einem Konzert auch zu ganz später Stunde noch Pizza isst und welchen Ort er in Zürich mit hoher Lebensqualität in Verbindung bringt.

Wer bist du und was machst du für Musik?
Edouard Mätzener, ich bin Geiger und spiele vor allem klassische Kammermusik und Klezmermusik, dazwischen immer wieder Orchester und genreübergreifende Projekte.

Wie bist du zur Musik gekommen und was war der ausschlaggebende Moment, in dem du beschlossen hast, Musiker:in zu werden?
Ich bin in einem musikalischen Haushalt aufgewachsen und Musik gehörte zum Alltag. Einen fixen Moment der Entscheidung zum Musikerberuf kann ich nicht benennen, das lief alles fliessend. Als ich dann studierte, war es zumindest formell klar.

Welche Künstler:innen aus der Schweiz/Zürich haben dich am meisten beeinflusst und warum?
Am unmittelbarsten beeinflussen mich meine Partnerin (sie ist Cellistin), meine Mitmusiker:innen des Merel Quartetts und der Band Cheibe Balagan, der Pianist Mischa Cheung und viele, viele mehr! Sie alle sind Zürcher/Schweizer Personen aus dem echten Leben, die an realistischen Lebensentwürfen arbeiten, in denen Musik einen festen Platz hat. Es ist total spannend zu beobachten, wer warum welchen künstlerischen Weg einschlägt und wie das wiederum auf mich wirkt.

Gibt es ein bestimmtes Ereignis oder einen Moment in deiner Karriere, den du als persönlichen Meilenstein betrachtest? Was macht ihn so besonders für dich?
2022 erhielt ich den Förderpreis des Kantons Zürich. Für mich kam das extrem überraschend und es erfüllte mich mit Gefühlen von Dankbarkeit, Motivation – und Imposter-Syndrom.

Was ist dein Lieblingsort in Zürich und warum?
Ich bin gerne in der Badi Utoquai, weil das für mich mit am deutlichsten zeigt, was für eine hohe Lebensqualität wir in Zürich haben.

Und wenn du einen Abend in Zürich unterwegs bist: Wo würdest du Essen gehen und danach in den Ausgang?
Die japanischen Restaurants von Zürich sind immer ein Highlight. Und das Santa Lucia Corso hat mit seinen langen Wochenend-Öffnungszeiten einen speziellen Platz in meinem Herzen, da man nach einem Konzert noch Pizza essen kann. Meistens ist mein Ausgang die Afterparty nach einem Konzert.

Was würdest du aufstrebenden Musiker:innen in Zürich raten, die gerade am Anfang ihrer Karriere stehen?
An Konzerte gehen, viel üben, Inspiration sowohl innerhalb als auch ausserhalb Youtube suchen, die eigenen Qualitäten erkennen und zu ihnen stehen, sich weiterbilden, Angebote für junge Menschen nutzen, nur gratis arbeiten, wenn es einen guten Grund dafür gibt. Fehlschläge und die vielen Momente des «Nein» als absolut normal erachten. Sonart Mitglied werden. Nichts bereuen und bescheiden bleiben.

Und zu guter Letzt: Welche sind deine liebsten kulturellen Einrichtungen oder Veranstaltungen in Zürich?
Ganz kurz: 

  1. Das Opernhaus
  2. Die Konzerte von Migros Kulturprozent-Classics (CHF 5 für Auszubildende)
  3. Die Pestalozzi Bibliothek

Von Ron Orp am 11. April 2024 veröffentlicht.

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