Livemusik im Januar

Verschlafen wird ins neue Jahr gestartet. Erst gegen Monatsende kehrt die Musik in die Lokale zurück. Dann aber mit Schwung, quer durch die Jahrzehnte bis ins Jetzt.

Big Zis, Les Reines Prochaines

Da kommen Ikonen zusammen! Rap-Urgestein Big Zis hat ihr letztes Album «B:I:G» weiterentwickelt zu einem kollaborativen Kunstwerk, das unter dem Namen «Big Hug» erscheinen wird und Künstler:innen wie Ester Poly, Jessica Jurassica oder Fatima Moumouni vereint. Im Moods steigt die Album Release Party inklusive Kollaborateur:innen. Einstimmen auf den Abend werden die noch urigeren Urgesteine von Les Reines Prochaines.

24.01., Moods, Zürich

Lords of the Underground

Die Lords of the Underground betraten 1993 mit «Here Come The Lords» die Hip-Hop-Bühne, und damit ein Jahr nach The Pharcyde mit «Bizarre Ride II The Pharcyde» und ein Jahr vor Nas mit «Illmatic». Alle drei Alben spielen in einer ähnlich ikonischen Liga, doch nur die Lords of the Underground wurden nicht zum ganz grossen Namen und blieben somit stets eben das: Underground. 2025 meldeten sie sich mit einem neuen Album zurück – ihrem stärksten seit Jahrzehnten, so heisst es.

29.01., Albani, Winterthur

The Dharma Chain

Australische Musiker hat es schon viele nach Berlin gezogen. Nick Cave ist wohl der bekannteste. Mit The Dharma Chain ist gleich eine ganze Band in die deutsche Hauptstadt umgesiedelt. Und hat seither wachsenden Erfolg. Aber das liegt sicher nicht nur an Berlin, sondern vor allem an ihrem anziehend-einlullenden 60ies Psychedelic Rock.

30.01., Gaswerk, Winterthur

CV Vision, Embryo

Embryo gibt es noch? War das nicht so eine 70er-Band? Ja, schon. Doch zum Konzept dieser improvisationslastigen Krautrock-Gruppe gehörte immer ihr Dasein als Kollektiv in wechselnder Besetzung. Und so kommt es, dass Embryo heute eine junge, quicklebendige Band im Jetzt und Heute ist, geleitet von Marja Burchard, der Tochter des Gründers. Im Moods wird sie begleitet von CV Vision, dem Musikprojekt von Dennis Schulze, das soundtechnisch genauso aus den 70ern hierhergebeamt sein könnte.

31.01., Moods, Zürich

Buray

Klar, Buray ist Popstar. Einer der grossen der türkischen Musikwelt. Da ist vieles schon ganz schön glatt und liebesdurchsäuselt. Aber es ist nun mal türkischer Pop. Und als solcher einfach bestes Futter für die Seele, wenn einen die Sehnsucht nach Istanbul packt.

31.01., Komplex457, Zürich

Von Steffen Kolberg am 18. Dezember 2025 veröffentlicht.

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