Mehr als ausgestopfte Tiere

Zugegebenermassen mag ich ausgestopfte Tiere nicht so gerne. Das Makabere an der ganzen Sache versteht mein Kleinkind jedoch noch nicht.

Darum gebe ich mir heute zum ersten Mal den Museumsklassiker – das Zoologische Museum der Universität Zürich.

Jauchzend rennt das Kind an der Kasse beim Eingang vorbei in Richtung eurasischer Riesenbiber. Ich renne hinterher, denn ich muss nicht bezahlen. Der Eintritt im zoologischen Musem ist kostenlos. Sich die Nase an der Scheibe eindrücken und die Tiere vom Bilderbuch mal ganz aus der Nähe angucken; anscheinend ein beliebtes Programm für Regentage. Viele Kinder sind da an diesem Donnerstagmorgen. Und auch die Eltern frischen ihr Wissen über die Tierwelt auf. Sehr beliebt ist der im Boden eingelegte Glaskasten mit einer Weltkarte und den darauf verteilten Tierfiguren. Kinder erzählen sich stolz, welche Tiere sie schon alle kennen. 

Man kann Vogelstimmen lauschen und Tierknochen zuordnen. Viele Glasaugen starren aus den Schaukästen und ich staune über den riesigen Eisbären und die afrikanische Zwergmaus. 

Nachdem das Kleinkind den Shop mit allen tollen Spielsachen auseinandergenommen hat, gehen wir noch ins museumsinterne Kino. Täglich wird hier eine Tierdoku gezeigt. Mit richtigen Kinositzen und einer Leinwand ist der Besuch des Kinos ein echtes Highlight. 


Filmprogramm: Vorführungen täglich um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr, Sonntags 11:00 Uhr und 16:00 Uhr. 
Vom 18.10.22 bis 30.10.22: «Teoplati» der Plateosaurus (20 Min.)


 

Auch sonst hat das zoologische Museum tolle Angebote für Familien. Interaktive Workshops, Vorträge und Führungen zu wechselnden Themen warten auf neugierige Kinder. Sogar der Geburtstag kann dort gefeiert werden. 

Nun haben wir uns langsam sattgesehen und es wird noch gewickelt. Löblich ist, dass auch die Männertoilette mit einem Wickeltisch bestückt ist.

Das Kind sagt noch kurz dem südamerikanischem Zwerggürteltier «Tschüss» und wir verschwinden wieder in das nasskalte Wetter.

Wir kommen auf jeden Fall wieder!

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Von Laura Binggeli am 20. Oktober 2022 veröffentlicht.

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