Aufbruchsstimmung

Mit dem Jahreswechsel kommt die Lust auf Neubeginn: 6 Veranstaltungen, welche aufzeigen, wie unterschiedlich Neuanfänge aussehen können.

Aus alten Mustern ausbrechen

Um neu anfangen zu können, muss man erstmal Altes loslassen. Vielleicht ist der Start ins neue Jahr gerade der perfekte Zeitpunkt, um sich Gedanken zu machen, von welchen Vorurteilen man sich eigentlich gerne lösen möchte. Die Kabarettistin Eva Eiselt thematisiert in ihrem Progamm Wenn Schubladen denken könnten genau das: Das Schubladendenken, das uns alle täglich begleitet. Dabei hinterfragt sie zwischen humorvollen Anekdoten nicht nur sich selbst und ihre Kunstform sondern hält auch dem Publikum den Spiegel vor. Ebenfalls einen Anstoss, um aus eingespielten Verhaltensmustern auszubrechen, bietet der Kurs Empathie und Konfliktlösung. In diesem 7-wöchigen Vertiefungskurs werden Prozesse vermittelt, die helfen, anspruchsvolle Dialoge im Alltag zu meistern.

Ein neues Leben anfangen

Manchmal sind Neuanfänge selbstgewählt, manchmal werden sie einem vom Leben zugespielt. So geht es der 78-jährigen Elisabeth Gärtner im Theaterstück Gott: Nach dem Tod ihres Mannes will sie nicht nochmals neu anfangen. Ein Stück über Sterbehilfe und wer eigentlich über unser Leben entscheiden darf. Ebenso einschneidend ist es, wenn man sein Herkunftsland verlassen muss und in einem anderen Land neu beginnt. In Und dann fing das Leben an erzählen drei Generationen einer türkischen Einwanderungsfamilie von ihrem Leben zwischen zwei Kulturen.

 

Und dann fing das Leben an / Ve sonra hayat başladı

Kellertheater Winterthur

Und dann fing das Leben an / Ve sonra hayat başladı

Mutter, Tochter und Enkeltochter treffen sich zum Nachmittagstee. Das Familien-Fotoalbum liegt auf dem Tisch und sie geraten ins Erzählen. Drei ...

Neue Perspektiven einnehmen

Nicht immer muss Altes verabschiedet und Neues erschaffen werden, manchmal passiert schon viel, wenn Bestehendes aus einer anderen Perspektive betrachtet wird. Das ist auch die Idee hinter der Vorlesungsserie Re:vision – Filme neu sehen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule lädt das Filmpodium ein, den Film Che ora è gemeinsam zu schauen und in der anschliessenden Vorlesung zu besprechen. Wortwörtlich in einem anderen Licht erscheint der Heimplatz während der dunklen Jahreszeit: Auf einer gemeinsamen Begehung wird das Publikum Teil der Licht- und Videoinstallation von Pipilotti Rist und kann so den Heimplatz und dessen Architektur neu entdecken.

Veröffentlicht am 04. Januar 2024.

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