«Wir tanzen Cumbia, bevor wir auf die Bühne gehen»

Die Gebrüder Georg und Christoph Kiss interpretieren als Okvsho den Jazz so frisch, frei und zeitgemäss, wie man es sonst nur aus London oder LA kennt.

Ich glaube, das müsst ihr uns erklären!

Wir sind im Kreis 7 aufgewachsen. Akira ist ungefähr gleich alt wie wir und ist im Kreis 8 aufgewachsen. Wir kannten uns damals nicht persönlich, aber wirklich jeder, der ungefähr gleich alt ist wie wir und aus Zürich kommt, kennt diesen Track. Für das neue Album haben wir ein Stück namens «Pasitos Jaguari» mit ihm aufgenommen. Wie man hört, hat er sich in den letzten zehn Jahren ziemlich verändert und vom Text würden wir und er uns wohl mittlerweile teilweise distanzieren, aber ein Züri-Klassiker und Zeitdokument ist es allemal.
 

Welches ist der beste Moment eines Okvsho-Konzerts?

Für uns sind es wohl diese zuerst beängstigenden Momente, in denen beim Improvisieren etwas Einmaliges und Unvorhergesehenes passiert und alle trotzdem wissen, was als nächstes zu tun ist. Das ist Magie, da ist Zauberei am Werk. Für die Leser:innen gibt es ja bald die Möglichkeit das selbst herauszufinden.


Wer bis hier gelesen hat, darf nun endlich erfahren: Wieso eigentlich Okvsho?

Der Name ist in einer Zeit entstanden, in der wir regelmässig unseren Artist-Name auf Soundcloud geändert haben. Damals war es in, U’s und A’s als V’s auszuschreiben. Dass wir Okvsho (bzw. ausgesprochen «Okusho») hiessen als unsere erste EP auf Boyoom Connective veröffentlicht wurde, war Zufall. Somit kommt dem Namen nicht wirklich eine grössere Bedeutung zu. Er hat aber den Vorteil dass er visuell eine gewisse Symmetrie aufweist und wir immer wieder neue interessante Aussprechweisen zu Ohren bekommen – zum Beispiel «Okay vs. Ho», «Ok for Sho» oder «Okfshow»…
 

Okvsho treten am Dienstag, dem 30. April um 19:30 Uhr in der Zentralwäscherei in Zürich auf.

Konzert Okvsho +experience

Zentralwäscherei

Konzert Okvsho +experience

Okvsho is one of the most interesting and promising projects in the European modern jazz scene.

Fotocredit: Dylan Moore

Von Adrian Schräder am 25. April 2024 veröffentlicht.

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