Filmtipps für den September

Redaktion Nora Kehli
Redaktion Nora Kehli

Premiere im Xenix, psychoanalytische Anregungen im Arthouse Piccadilly, Vorlesungsreihe im Filmpodium und ein Kurzfilmprogramm in der Roten Fabrik.

Premiere des diesjährigen Hauptpreisträgers der Solothurner Filmtage

Neben Filmwerken der letzten Jahre und Jahrzehnte präsentiert das Xenix regelmässig Premieren. Im September wird im Rahmen des Programmschwerpunkts «Bodies and Choices – Abtreibung im Film» «Until Branches Bend» in Anwesenheit der Regisseurin Sophie Jarvis gezeigt. In ihrem prämierten Debüt geht es um eine ungewollte Schwangerschaft vor dem Hintergrund einer unausweichlichen Naturkatastrophe. Dabei verpackt Jarvis hochaktuelle Themen wie Abtreibung und Klimakrise in malerische Naturlandschaften auf Analogfilm.

Until Branches Bend

Kino Xenix

Until Branches Bend

PREMIERE: Spannende Kombination aus Milieustudie, einem Touch ERIN BROCKOVICH mit drohender Naturkatastrophe – und einem Abtreibungstermin.

Ukrainisches Erstlingswerk im psychoanalytischen Kontext

Seit jeher besteht eine enge Beziehung zwischen Kino und Psychoanalyse. In der Filmtheorie widmet sich eine ganze Strömung dem Gedankengebäude Freuds. Auch die von «Cinépassion» kuratierte Filmreihe im Arthouse Piccadilly nähert sich dem Film aus einer psychoanalytischen Perspektive. Die 18. Saison wird mit «The Wild Fields» von Yaroslav Lodygin eröffnet. Lodygins Spielfilmdebüt rund um eine Familienbande im Donbass wird anschliessend vom Ukrainistik-Professor Roman Dubasevych kommentiert und mit dem Publikum diskutiert.

16. September 2023 | Arthouse Piccadilly 1 | 10:30 Uhr

 

Wenn der Kinosaal zum Vorlesungsraum wird

Wer sich neben psychoanalytischen für weitere filmtheoretische Ansätze interessiert, sollte dem Filmpodium einen Besuch abstatten. Dort findet ab dem 21. September wöchentlich die universitäre Vorlesungsreihe «Positionen der klassischen Filmtheorie» als öffentliche Veranstaltung statt. Anhand von Text- und Filmbeispielen werden Filmtheorien von den Anfängen bis in die 1960er Jahre vom Filmwissenschaftler Daniel Wiegand und Gästen behandelt. Ergänzt werden die frei zugänglichen Vorträge durch anschliessende Filmvorführungen. Den Auftakt bildet ein Kurzfilmprogramm der Experimentalfilmerin Maya Deren.

Politisch engagiertes Kurzfilmprogramm

Ende Monats wird in der Roten Fabrik ein von der Dokumentarfilmerin Olga Ştefan zusammengestelltes Kurzfilmprogramm zu sehen sein. Über einen Nachmittag hinweg werden zehn Filme internationaler Kunstschaffender gezeigt, die sich mit gesellschaftlichen Realitäten aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen. Die ausgewählten Filme bedienen verschiedene Zugänge, sei es mit Humor oder dezidierter Kritik, um unbequeme Wahrheiten ans Licht zu bringen. Das Programm gliedert sich in drei Themenblöcke: Poetics of Resistance, Personal Confessions und Broken Utopias.

Von Nora Kehli am 07. September 2023 veröffentlicht.

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