Filmtipps im Februar

Redaktion Nora Kehli
Redaktion Nora Kehli

Genderrebell:innen im Filmpodium, eine zweifache Vorpremiere, eine 35-mm-Vorführung von «Priscilla» im Xenix und eine aktuelle Doku in der Coalmine.

Genderrebellen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Im Rahmen des Stummfilmfestivals im Filmpodium wird eine Filmreihe rund um Gender und Geschlechterrollen gezeigt. In den insgesamt fünf Kurzfilmen rebellieren die Figuren gegen Geschlechterstereotype und zelebrieren die Durchlässigkeit der Geschlechter. Die Filme aus den Jahren 1906 bis 1926 veranschaulichen den rasanten Wandel der Vorstellungen von Gender und Sexualität in dieser Zeit. Das Programm wird von Live-Musik begleitet.

Vorpremiere(n): Schwarze Komödie mit Nicolas Cage in der Hauptrolle

Nach dem Erfolg von «Sick of Myself» (2022) bringt Filmemacher Kristoffer Borgli erneut eine bitterböse Komödie auf die Leinwand: Dream Scenario dreht sich um einen glücklosen Familienvater (Nicolas Cage), der plötzlich in den Träumen von Millionen von Menschen auftaucht und so ungewollt zur Berühmtheit wird. Die Vorpremiere der schwarzen Komödie, bei der Horrorfilm-Regisseur Ari Aster als Produzent fungierte, wird im Xenix mit einer Einführung von Programm-Co-Leiter Marius Kuhn gezeigt und im Riffraff von Maximum Cinema präsentiert.

Vorpremiere: DREAM SCENARIO

Kino Xenix

Vorpremiere: DREAM SCENARIO

Über Nacht wird ein biedere Familienvater und Professor zum Phänomen. Aus unerklärlichen Gründen erscheint er in den Träumen anderer Menschen.

Maximum Vorpremiere "Dream Scenario"

Kinos Riffraff & Houdini

Maximum Vorpremiere "Dream Scenario"

Nein, es ist kein Traum - am 5.2. präsentiert Maximum Cinema die Vorpremiere der bitterbösen Satire "Dream Scenario" mit Nicolas Cage.

Sofia Coppolas neuestes Werk auf 35 mm

Eine weitere Premiere findet im Xenix statt: Sofia Coppolas neuestes Werk Priscilla wird dort auf 35 mm zu sehen sein. Teile des Films wurden auf analogem Material gedreht, weshalb es sich anbietet, ihn auch analog im Kino zu sehen. In eindringlichen Bildern erzählt Coppola die tragische Liebesgeschichte zwischen Priscilla Beaulieu (Cailee Spaeny) und Elvis Presley (Jacob Elordi), allerdings aus der Sicht der Protagonistin. Der Film basiert nämlich auf ihren Memoiren «Elvis and Me» und ist damit ein unentbehrliches Pendant zu Baz Luhrmanns schillerndem «Elvis» (2022).

Priscilla (2023), 35 mm

Kino Xenix

Priscilla (2023), 35 mm

Basierend auf Priscilla Presleys «Elvis and Me», erzählt Sofia Coppola in bestechenden Bildern eine tragische Liebesgeschichte. Gezeigt auf 35 mm.

Dokumentarfilm über mutige Journalist:innen in Afghanistan

Als die USA 2021 nach 20 Jahren aus Afghanistan abzogen, strömten die Menschen zu den Flughäfen, um das Land zu verlassen. Denn sie wussten, was sie unter den wieder erstarkten Taliban erwartete: Gewalt, Hunger, Unterdrückung der Frauen. Seitdem ist es ruhig geworden um die Berichterstattung. Einige mutige Journalist:innen lassen sich vom repressiven Regime jedoch nicht unterkriegen. Zum Beispiel die der Tageszeitung «Etilaat Roz», die investigativ gegen Korruption und Machtmissbrauch recherchiert. Coalmine zeigt einen afghanischen Dokumentarfilm von 2022 über die bemerkenswerte Arbeit dieser Tageszeitung.

 

ETILAAT ROZ

Coalmine – Kulturort

ETILAAT ROZ

Dokumentarfilm über den Kampf gegen Korruption und die Folgen des Abzugs der US-Streitkräfte in Afghanistan. Ein Must-see!

Von Nora Kehli am 01. Februar 2024 veröffentlicht.

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