Tanztipps im November

Redaktion Sari Pamer
Redaktion Sari Pamer

Die Tanzszene bricht mit Konventionen, zeigt Gewinner:innen von «Africa Simply the Best» und beschäftigt sich mit der Situation in Palästina.

Giselle oder Die was?

Eine Tänzerin, vier Musiker:innen und ein weisser Tanzboden – klingt eher nach einer zeitgenössischen Tanzperformance als nach dem berühmte Ballett Giselle. Doch die Tänzerin Samantha van Wissen und der Regisseur François Gremaud brauchen nicht mehr, um die Zuschauenden in die Welt der Willis zu entführen. Die Künstler:innen werfen in Giselle ... einen ironischen Blick auf die Konventionen des romantischen Balletts, ohne dabei an Eleganz zu verlieren. Lasst euch verzaubern!

Bruch mit Konventionen

Auch Florentina Holzinger beschäftigt sich in ihrem Stück Tanz mit der Tradition des romantischen Balletts. Frauen wurden mit Tutu und Spitzenschuhen in Feen und Geister verwandelt. Doch hinter dem Idealbild des leichten luftigen Wesens steckt viel Arbeit und Disziplin, das im Ballett jedoch unsichtbar bleiben muss. Holzinger fragt nach dem Erbe des Tanzes und bricht mit dem Schönheitskult der Ballettkonventionen. Ein spannendes Stück, entgegen jeglichen Sehgewohnheiten.

Culturescapes meets Africa Simply the Best

Im Rahmen des Festivals Culturescapes zeigen drei Choreograf:innen aus Mali, Südafrika und Kamerun ihre Stücke. Bibata Ibrahim Maïga, Assanda Ruda und Tchina N’Djida sind die Gewinner:innen der Plattform Africa Simply the Best, welche alle zwei Jahre Künstler:innen aus ganz Afrika in Burkina Faso zusammenbringt. Culturescapes zeigt drei spannende Choreografien rund um Beziehungen zu Religion und Gesellschaft, der Emanzipation der eigenen Kultur und dem Horror das eigene Land für eine bessere Zukunft zu verlassen. Diese Chance solltet ihr auf keinen Fall verpassen!

 

© Jacob Londry Bonkian

Theater Casino Zug

Culturescapes: Laureates of Africa Simply the Best

«Africa Simply the Best» ist eine Plattform zu der Choreograf:innen des ganzen Kontinents in Burkina Faso zusammenbringt und gegeneinander antreten ...

Stimmen aus Palästina

Seit mehreren Monaten geprobt und geplant, ist Mirjam Sutters Tanzperformance aus Palästina hochaktuell. Gemeinsam mit vier Tänzer;innen aus besetzen Gebieten erzählt Sutter in Last Things Remaining verschiedene Visionen der aktuellen Situation und bringt diese auf die Bühne. Durch einen kollaborativen, kreativen Prozess und einem gegenseitigen Austausch von Ideen treffen westliche und nahöstliche kulturelle, soziale und politische Perspektiven aufeinander, treten in Dialog und verschmelzen zu einer Form der künstlerischen Sprache. Ein Stück das diesem Thema mit all seinen Facetten einen performativen Ausdruck gibt.

 

Last Things Remaining

Kulturhaus Helferei

Last Things Remaining

Tanzperformance aus Palästina Seit Monaten geprobt, nun wird diese Produktion hochaktuell: Die Künstlerin Mirjam Sutter erzählt mit vier Tänzer:innen, ...

Von Sari Pamer am 02. November 2023 veröffentlicht.

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